BMW-Händler zieht sich nach zweieinhalb Jahren aus Rotenburg zurück

Cloppenburg schließt

+
Der BMW-Händler im Gewerbegebiet Hohenesch wird Ende des Monats verschwinden.

Rotenburg - Von Michael Krüger. Das Unternehmen Cloppenburg mit seinem BMW-Autohaus im Gewerbegebiet Hohenesch wird sich Ende des Monats aus Rotenburg verabschieden. Nach nur rund zweieinhalb Jahren zieht das international tätige Unternehmen damit den Schlussstrich unter das Kapitel Kreisstadt. Schlichter Grund: Die Umsatzzahlen entsprachen nicht den Erwartungen.

Das Ziel war klar definiert: Cloppenburg wollte am neuen Standort jährlich 220 Neuwagen und 400 Gebrauchte verkaufen, hieß es seitens der Geschäftsführung im Jahr 2012. „Davon sind wir weit entfernt“, sagt Filialleiter Ralf Bernau. Genauere Zahlen will er aber nicht nennen – Betriebsgeheimnis. 2,5 Millionen Euro hatte Cloppenburg in den Standort an der Trinidadstraße investiert. Was mit dem Verkaufsgebäude und dem rund 7000 Quadratmeter großen Betriebsgelände passiert, ist noch offen. Die Verhandlungen liefen. Eine Umnutzung sei denkbar, dass wieder ein Autohaus einzieht, hält Bernau nicht für wahrscheinlich.

14 Mitarbeiter waren zuletzt in der Rotenburger Niederlassung beschäftigt. Zwölf von ihnen sei ein neues Jobangebot unterbreitet worden, versichert Bernau. Viele blieben der Cloppenburg AG verbunden.

Strategie des Unternehmens sei es nun, die Kräfte für die verbliebenen vier Standorte in Norddeutschland zu bündeln. In Achim, Delmenhorst, Syke und Verden betreibt Cloppenburg weitere Autohäuser. Ziel sei es, die Kundenzufriedenheit hoch zu halten. Das soll durch eine Spezialisierung der Häuser geschehen. In Verden werde so zum Beispiel der Schwerpunkt auf Jahreswagen gelegt.

Was zu den schlechten Zahlen in Rotenburg geführt habe, darüber möchte Bernau nicht spekulieren. Der Markt sei schwierig, die Lage anderer Häuser in Autobahnnähe besser. Insbesondere für das Gebrauchtwagengeschäft sei eine schnelle Erreichbarkeit wichtig. Trotzdem seien auch die Rotenburger Kunden insgesamt sehr zufrieden gewesen. Sie wolle man nun an die anderen Häuser des Unternehmens binden.

Deutschlandweit ist Cloppenburg derzeit noch an 19 Standorten sowie an vier in Frankreich und an einem Betrieb in Luxemburg aktiv. Mehr als 900 Mitarbeiter arbeiten dort nach Unternehmensangaben. Die strategische Entscheidung, Rotenburg zu schließen, sei „gereift“, sagt Bernau. Und das offensichtlich relativ schnell nach der Eröffnung.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

So verzichten Sie im Alltag auf unnötig viel Plastik

So verzichten Sie im Alltag auf unnötig viel Plastik

Ford Fiesta im Test: König der Kleinwagen

Ford Fiesta im Test: König der Kleinwagen

Zwei Elfmeter-Tore: DFB-Elf zieht ins EM-Viertelfinale ein

Zwei Elfmeter-Tore: DFB-Elf zieht ins EM-Viertelfinale ein

Bilder: Keine Nerven vom Punkt - DFB-Frauen siegen gegen Russland

Bilder: Keine Nerven vom Punkt - DFB-Frauen siegen gegen Russland

Meistgelesene Artikel

Das Herz der Stadt ist seit 30 Jahren autofrei

Das Herz der Stadt ist seit 30 Jahren autofrei

Aus Freundschaft wurde er zum Straftäter

Aus Freundschaft wurde er zum Straftäter

SPD sieht Konflikte auf die Gemeinde Bothel zukommen

SPD sieht Konflikte auf die Gemeinde Bothel zukommen

Kommentare