Stadt überarbeitet die Hälfte des Straßenbegleitgrüns

Mit Blumen gegen das Kostenplus

Klar, zurzeit sieht es mau aus, aber diese Fläche an der Mühlenstraße wirkt im Sommer prächtig.
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Klar, zurzeit sieht es mau aus, aber diese Fläche an der Mühlenstraße wirkt im Sommer prächtig.

Rotenburg – Sollte die Kreisstadt nichts unternehmen, würden sich die Kosten für die jährlichen Pflegearbeiten am Straßenbegleitgrün etwa vervierfachen. Das sagt Clemens Bumann, Leiter des Rotenburger Planungsamtes. Zuletzt hat die Stadt dafür rund 45 000 Euro auf den Tisch gelegt – jetzt droht ein erhebliches Kostenplus. „Das wäre in keiner Weise wirtschaftlich vertretbar“, sagt er und legt dem Umweltausschuss daher in der Sitzung am kommenden Mittwoch einen Plan vor, um dieses Problem zu lösen.

Es geht um 159 Grünflächen an 17 verschiedenen Straßen mit einer Gesamtfläche von mehr als 4 200 Quadratmetern. Bestimmte Flächen der Staudenbeete will die Stadt umbauen, damit sich der Unterhaltungsaufwand reduzieren lässt. Das Problem: In vielen Fällen sorgt die verhältnismäßig schlechte Bodenqualität für einen starken Bewuchs mit Unkräutern. Bei Flächen mit hohem Pflegeaufwand, insbesondere an den Hauptverkehrsstraßen, sollen diese freien Flächen zwischen den Stauden mit dauerblühenden Blumenmischungen ergänzt werden, um dadurch die manuelle Pflege zu minimieren, erklären Bumann und Nicole Austel vom Grünflächenmanagement der Stadt Rotenburg.

„Dies geschieht auch aus Gründen des Arbeitsschutzes, um den Mitarbeitern der Firmen ein zeitaufwendiges Arbeiten an stark befahrenen Straßen zu ersparen“, fügt der Planungsamtsleiter hinzu. Optisch würden diese Flächen noch attraktiver, und die Bienenfreundlichkeit bei der intensiveren Bepflanzung zusätzlich gegeben. Nicht zuletzt war es der Stadt auch genau darum gegangen; gleichzeitig war es das erklärte Ziel, die Seitenbereiche vieler Straßen optisch schöner zu gestalten. „Wir wollen noch mehr Flächen umgestalten und in dieser Art bepflanzen“, erklärt Austel. Am Stadtstreek etwa, aber vor allem auch im Zuge der bald anstehenden Stadtentwicklung.

Die vorhandenen Staudenflächen, deren Unterhaltungsaufwand wirtschaftlich vertretbar dargestellt werden könne, sollen erhalten bleiben. Als vorbildlich bezeichnet Nicole Austel die Gestaltung der Anlage gegenüber vom „Burger King“. In dieser Art stelle sie sich auch die Anlage neuer Flächen vor – allerdings nicht mit den Steinen, die hier zugleich noch eine Möglichkeit für eine kleine Rast bieten. Ziel der jetzigen Maßnahmen sei es, mit den bisherigen Mittelansätzen für die Pflegearbeiten auch in Zukunft auszukommen. Die Alternative wäre eine Erhöhung des Haushaltsansatzes, ein Rückbau der Flächen oder zusätzliches Personal für die Grünpflege innerhalb des Bauhofes. Alternativen, die für Bumann nicht infrage kommen.

Stattdessen würde er den Einkauf von Saatmischungen empfehlen, mit denen die problematischen Flächen verdichtet werden – dort würden immer von April oder Mai bis in den Oktober hinein Wildblumen für zusätzliche Farbtupfer sorgen. Nicole Austel: „Auch die Ringelblume wird dabei sein.“

An acht Straßen Rotenburgs will die Stadt diese Maßnahmen durchführen, sobald eine vorherige Grundpflege erfolgt ist: Aalter Allee, Bergstraße / Soltauer Straße, Brauerstraße, Glockengießerstraße, Harburger Straße, Mittelweg, Verdener Straße und am Waldstegener Weg.

Auf allen Flächen bleiben die Stauden bestehen. Dabei gehe es um den Storchenschnabel, die Glockenblume, Gräser, Schafgarbe, Gaura, Katzenminze, Nachtkerzen, Salbei und Thymian.

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