Hitzewelle verstärkt Dürreperiode

Es bleibt wahrscheinlich sonnig und heiß im Altkreis Rotenburg

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Es wird es noch wärmer. Der RK-Wetterfrosch sagt für die kommende Woche eine Hitzewelle voraus.

Rotenburg - Von Reinhard Zakrewski. Schauer und Gewitter sollten zum Wochenende ursprünglich die große Trockenheit lindern. Doch daraus wird wieder mal nichts. Stattdessen tummeln sich die Höchsttemperaturen am Sonnabend und Sonntag um 30 Grad im Altkreis Rotenburg.

Und damit nicht genug: Pünktlich mit dem Beginn der Hundstage am Sonntag wird es in der nächsten Woche noch heißer. Der Grund ist eine leichte Änderung der Wetterlage. Tiefdruckgebiete über dem Nordatlantik dehnen sich weiter nach Süden aus. Zwischen tiefem Luftdruck über dem Ostatlantik und hohem Druck nördlich und östlich von uns kann sich dann heiße Luft vom Mittelmeer nordwärts in Bewegung setzen. Sie wird Norddeutschland ab Dienstag die erste richtige Hitzewelle dieses Sommers bringen, bei der viele Tage mit Temperaturen zwischen 30 und 34 Grad zu erwarten sind. Damit wird sich auch die Dürre weiter verschärfen.

Dass das Sommerhalbjahr bislang so trocken, sonnig, aber nicht allzu heiß war, liegt an der seit Ende April zementierten Großwetterlage. Von dem kräftigen Azorenhoch tropften immer wieder Ableger über die Nordsee nach Skandinavien ab und setzten sich dort fest. An ihrem Ostrand lag Norddeutschland meistens in einer nur mäßig warmen, gleichzeitig aber auch sehr trockenen nördlichen Luftströmung. In dieser Konstellation wurden die kühlen Atlantikwinde abgeblockt, und auch die heiße Mittelmeerluft hatte kaum eine Chance – was sich nun ändert.

Wie extrem trocken das Jahr 2018 in Rotenburg und umzu bislang war, zeigt der Vergleich zum legendären Dürrejahr 1959, mit dem wir beim Niederschlag praktisch auf Augenhöhe liegen. Rotenburg 1959 bis Ende Juli 254 Liter pro Quadratmeter; 2018 aktuell 264 Liter.

Nach dem viel beachteten Langfristmodell des amerikanischen Wetterdienstes NOAA soll hoher Luftdruck auch im August vor allem in Norddeutschland die Nase vorn haben. Das heißt: Zwischen den Mittelgebirgen und den Küsten wird der Sommer im Großen und Ganzen so weitergehen wie bisher – ohne übertriebene Hitzewallungen und angereichert mit ein paar Schauern und Gewittern. Nach den aktuellen Prognosen wird der Monat voraussichtlich um ein bis zwei Grad zu warm werden und tendenziell zu trocken ausfallen. Dauerhaft wechselhaftes und kühles Wetter wird der Sommer also wohl auch im August nicht produzieren.

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