Todesursache ungeklärt

Hausmeister entdeckt Leiche im Birkenhaus

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Das Birkenhaus an der Harburger Straße.

Rotenburg - Ein 46 Jahre alter Bewohner der Sozialunterkunft Birkenhaus in Rotenburg ist am Mittwoch tot in seiner Wohnung aufgefunden worden. Der Hausmeister hatte den Leichnam entdeckt, nachdem von dem Mann länger kein Lebenszeichen zu vernehmen war.

Der 46-Jährige wurde laut Angaben der Polizei tot in seiner 1,5-Zimmer-Wohnung an der Harburger Straße aufgefunden. Die Abwesenheit des Mannes wurde bemerkt, weil er für den Putzdienst im Haus vorgesehen war. Der Hausmeister schaute daraufhin gegen 18.45 Uhr nach dem Rechten und fand den Mann leblos vor.

Durch den hinzugerufenen Notarzt wurde der Tod des Bewohners festgestellt. Beamte der Spezialisierten Tatortgruppe der Rotenburger Polizei entdeckten am Leichnam des Mannes. Er soll auf dem Boden gelegen und Kopfverletzungen aufgewiesen haben. Ob diese womöglich durch einen Schlag oder einen Sturz verursacht wurden, wird noch untersucht. 

Bei der Spurensicherung durch die spezialisierte Tatortgruppe der Rotenburger Polizei seien allerdings keine Spuren auf mögliche Tatwerkzeuge entdeckt worden, heißt es. Die Wohnung ist zur polizeilichen Ermittlung gesperrt. 

Obduktionsergebnis noch offen

Im Institut für Rechtsmedizin Hamburg soll jetzt geklärt werden, woran er verstorben ist und ob ein Fremdverschulden vorliegt. Die Obduktionsergebnisse aus Hamburg lagen Donnerstagabend noch nicht vor.

Das Birkenhaus in Rotenburg bietet seit mehr als 20 Jahren Übernachtungsmöglichkeiten und Übergangswohnungen für Menschen, die ohne eigenen Wohnraum sind. Der Neubau an der Harburger Straße wurde im vergangenen Sommer eingeweiht. Das Haus bietet zwölf Wohneinheiten im Appartement-Stil, von denen zurzeit zehn belegt sind, sowie vier weitere Übernachtungsbetten. Zwei Hausmeister sowie drei Sozialarbeiter und eine Krankenschwester betreuen die Bewohner.

Dem Hausmeister gehe es inzwischen den Umständen entsprechend gut, sagte Geschäftsbereichsleiterin Daniela Faber. „Sollte er allerdings noch Schwierigkeiten verspüren, begleiten wir ihn bei der Verarbeitung des Erlebnisses.“

Mitbewohner werden informiert

Das gilt auch für die Bewohner des Birkenhauses, die den Einsatz der Polizei am Mittwochabend natürlich mitbekommen haben: „Wir sprechen mit ihnen und planen auch eine Versammlung, um sie stabil zu halten und sie aufzuklären“, versichert die Geschäftsbereichsleiterin. 

Dass einer der Bewohner in einer solchen Unterkunft tot aufgefunden wird, komme schließlich nur sehr selten vor. Über die persönlichen Hintergründe des 46-jährigen Mannes sagte Daniela Faber nichts.

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