Herbergsverein präsentiert Neubau an der Harburger Straße

Birkenhaus offiziell eingeweiht

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Die Leiterin der ambulanten Hilfen des Herbergsvereins, Silke Offermann (l.), und Team sowie Dieter Rosebrock (2.v.r.).

Rotenburg - Von Heinz Goldstein. Das Birkenhaus in Rotenburg bietet seit mehr als 20 Jahren Übernachtungsmöglichkeiten und Übergangswohnungen für Menschen, die ohne eigenen Wohnraum sind. Das alte Birkenhaus war in einem baulich schlechten Zustand und wurde im Jahr 2015 abgerissen. Nun ist es mit der Fertigstellung des Neubaus wieder wie Phönix aus der Asche auferstanden und zeigt sich funktioneller, schöner, heller und weitaus moderner als zuvor.

Die Leiterin des Hauses, Silke Offermann, begrüßte gestern zur Eröffnung viele Gäste aus Politik, Kirche, Wirtschaft, Institutionen und Verwaltung. „Dass wir heute hier stehen, erfüllt mich mit Stolz, Freude und großer Dankbarkeit, dass wir am Ende dieses Projekt doch realisieren konnten“, erklärte sie. Das Birkenhaus sei einmalig in Deutschland, da sei sie sich ganz sicher. Das bestätigte auch Siggi Hübsch und der muss es wissen. Der gebürtige Kölner ist seit vielen Jahren in ganz Deutschland „auf Platte“ und kennt die Unterkünfte vom Bodensee bis hoch nach Flensburg. „Es ist das beste Haus, das ich jemals besucht habe“, lobte er die hiesige Einrichtung.

Birken mussten dem Neubau weichen - nun sollen sie wiederkehren

Landrat Hermann Luttmann (CDU) lobte die gute Zusammenarbeit des Hauses mit dem Kreis. „Sie helfen Menschen, die die Hilfe von uns wirklich benötigen.“ Das Projekt sei nur durch Dieter Rosebrock, der das Grundstück weiterhin zur Verfügung gestellt hat, möglich geworden. Zudem habe die Stadt den Bau finanziell unterstützt. Die Menschen, die hierherkommen, „erhalten hier die Chance, aus dem Milieu herauszukommen“, so der Landrat weiter. 

Einst hätten Birken auf dem Gelände gestanden, die dem Haus auch den Namen gegeben haben. Die fielen dem Neubau zum Opfer. Damit wieder neue Birken angepflanzt werden können, überreichte Luttmann dafür einen Gutschein. In die gleiche Kerbe schlug auch Rotenburgs Bürgermeister Andreas Weber (SPD), der die Einrichtung und besonders den Einsatz des Teams seit der Öffnung im Juni lobte. Auch er erinnerte sich an die Birken und hatte einige „Rotenburger Zehner“ dabei, um die Namensgeber wieder auf das Gelände zu bekommen. Es folgten noch einige Grußworte der vielen Ehrengäste.

Derzeit stehen zwei Wohnungen frei

Barbara Pfeifer von der Arbeitsgemeinschaft Chiristlicher Kirchen in Rotenburg überreichte 530 Euro als Spende an Offermann. Das sei die Hälfte der Einnahmen aus der Kollekte vom Pfingstgottesdienst auf dem Rotenburger Pferdemarkt. Nach der offiziellen Eröffnung ergab sich für die Gäste noch die Möglichkeit, die Räume, Küche und die Appartements anzusehen.

Für die kurzzeitige Unterbringung von Durchreisenden stehen vier Zimmer zur Verfügung. Hinzu kommen noch zwölf Wohnungen für Menschen, die zurzeit keinen Wohnraum auf dem Wohnungsmarkt bekommen können. Zwei Wohnungen sind dort im Moment frei.

go

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