Bewerbungs- und Vorschlagsfrist für den Rotenburger Wirtschaftspreis beginnt

Eine prägende Auszeichnung

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Die Erste Stadträtin Bernadette Nadermann (v.l.), der RWF-Vorsitzende Heiko Kehrstephan, die Vorsitzende des Ausschusses für Wirtschaftsförderung und Fremdenverkehr, Marion Bassen, sowie Volker Eichler, stellvertretendes Vorstandsmitglied der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde, freuen sich schon auf die fünfte Auflage des Rotenburger Wirtschaftspreises.

Rotenburg - Von Guido Menker. Es geht wieder los: Bis zum 31. März nimmt die Jury Vorschläge und Bewerbungen für die Vergabe des fünften Rotenburger Wirtschaftspreises entgegen. Je zwei Vertreter der Stadt, des Rotenburger Wirtschaftsforums sowie der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde werden anschließend den Gewinner ermitteln, der den „Wanderpokal“ – eine Nachbildung vom „Tor zur Stadt“ – sowie ein Preisgeld von 1000 Euro bekommt. Das Geld geht anschließend an eine vom Preisträger ausgewählte gemeinnützige Einrichtung.

Viel mehr wert ist aber der Preis an sich – „eine prägende Auszeichnung“, wie Heiko Kehrstephan, Vorsitzender des Rotenburger Wirtschaftsforums (RWF) versichert. Die Wahrnehmung reiche über die Grenzen der Kreisstadt hinaus. Kehrstephan spricht von einem Aushängeschild, das darüber hinaus auch Wirkung nach innen erziele. Die Preisträger seien durchaus stolz auf den Wirtschaftspreis, und bei den Mitarbeitern steigere er zugleich die Identifikation mit dem eigenen Unternehmen. 

Von dieser Auszeichnung gehe eine besondere Strahlkraft aus – und genau das kennzeichne auch den Gewinner. Ob es nun gute Ideen oder besonders prägende Produkte sind, ob es die Unternehmensphilosophie ist oder auch die besondere Art der Krisenbewältigung – der Preisträger hat sich bislang über die Grenze der Stadt hinaus einen Namen gemacht und damit zugleich einen wertvollen Beitrag für den Wirtschaftsstandort Rotenburg geleistet. Die Erfahrung der vergangenen Jahre zeige allerdings, dass sich nur wenige Unternehmen aus eigenem Antrieb heraus für den Wirtschaftspreis bewerben. „Niemand setzt sich gerne hin, um sich selbst in bestem Licht erscheinen zu lassen“, sagt Volker Eichler von der Sparkasse. Deshalb stellt die Jury das Verfahren ein wenig um. Egal, ob Vorschläge oder Bewerbungen: Alle Unternehmen im Auswahltopf werden in Form eines Interviews unter die Lupe genommen.

Großes Potenzial

Für die Vorschläge und Bewerbungen reicht es also, ein kleines Formular auszufüllen, das in einem Flyer zu finden ist. Dieser liegt von sofort an in den Filialen der Sparkasse sowie im Rathaus aus. Er kann außerdem auch im Internet auf der Homepage der Stadt Rotenburg eingesehen und heruntergeladen werden, berichtet die Erste Stadträtin Bernadette Nadermann.

Die „Macher“ sind sich sicher, dass es auch in diesem Jahr wieder eine Reihe von Vorschlägen geben wird, denn das Potenzial ist groß. Größe an sich spiele allerdings für die infrage kommenden Unternehmen keine Rolle. Kehrstephan: „Es kann auch ein Start-Up-Projekt sein, das zum Zuge kommt.“

Vorgeschlagen werden können Unternehmen oder Personen, die ihren Wohnsitz, Arbeitsort, Sitz oder eine Niederlassung in der Stadt Rotenburg haben oder aber Mitglied im Rotenburger Wirtschaftsforum sind. Das RWF zählt zurzeit rund 180 Mitglieder, wie Heiko Kehrstephan berichtet.

Die Preisvergabe wird im Herbst erfolgen; ein genauer Termin steht noch nicht fest, sondern soll mit dem Gewinner vereinbart werden. Bis dahin hat die Jury aber erst einmal eine Menge Arbeit vor sich. Rund 20 Vorschläge sind üblich.

Die bisherigen Preisträger

Die Stadt, das Rotenburger Wirtschaftsforum und die Sparkasse Rotenburg-Bremervörde vergeben den Rotenburger Wirtschaftspreis seit 2008 alle zwei Jahre. Vor acht Jahren ging die Auszeichnung an Borco-Höhns. Zwei später folgte die Firma Kohlmeyer-Fassadenbau, 2012 machte die Firma PDS das Rennen. Und bei der Preisvergabe 2014 stand die Spedition Oetjen im Mittelpunkt. Erstmals vergab die Jury vor zwei Jahren auch noch einen Sonderpreis. Den gab es für das Cafesito am Pferdemarkt für das öffentlich gelebte Integrationskonzept. Die Vergabe eines Sonderpreises ist auch in diesem Jahr möglich, aber nicht zwingend vorgeschrieben, sagen die Sprecher der drei Veranstalter. Das hängt sehr von den Vorschlägen ab.

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