Freie Bauplätze sind in der Elbe-Weser-Region nach wie vor gefragt

„Betongold“ weiter im Trend

Rotenburg - Bauland ist im Elbe-Weser-Raum weiterhin gefragt. Das geht aus dem aktuellen Grundstücksmarktbericht des Gutachterausschusses hervor. Danach wurden 2015 auch im Landkreis Rotenburg mehr Flächen verkauft als im Jahr zuvor. Der Boom allerdings spielt sich weitgehend jenseits der Kreisgrenze ab. Und: Der Preis für landwirtschaftliche Flächen ist weiter gestiegen.

10 877 Grundstücksverträge hat der Ausschuss für das vergangenen Jahr in den Landkreisen Rotenburg, Stade, Cuxhaven und Osterholz für seine Statistik ausgewertet, das sind 550 mehr als 2014. Der Geldumsatz stieg um 18 Prozent auf die Rekordsumme von 1,49 Milliarden Euro. „Die Geldanlage in Betongold ist also weiter voll im Trend“, bilanziert das Gremium. Zum Geldumsatz und zur Belebung des Immobilienmarkts tragen allerdings vorrangig hochpreisige Wohnimmobilien im direkten Umfeld der Großstädte Hamburg und Bremen bei.

Daneben stieg 2015 insbesondere die Zahl der verkauften Bauplätze deutlich an. Nach dem Einbruch der Baukonjunktur um das Jahr 2000 wurden im Elbe-Weser-Raum erstmals wieder mehr als 2 000 Bauplätze verkauft – davon rund 540 im Landkreis Rotenburg. Von dem verstärkten Zuzug von Bauherren profitierte im Kreisgebiet aber allein die Stadt Rotenburg. In dörflich strukturierten Regionen zeigt sich teilweise sogar ein Rückgang der Grundstücksumsätze und Grundstückspreise.

Im Landkreis Rotenburg ist die aufgehende Schere bei den Baulandpreisen zwischen Stadt und Land sowie das Preisgefälle von Süden nach Norden indes nicht so ausgeprägt wie in den anderen Regionen. Den mit Abstand günstigsten Quadratmeterpreis weist die Geestequelle aus. Auch Visselhövede, Gnarrenburg und Selsingen sind vergleichsweise günstig. Deutlich teurer ist ein Grundstück in Rotenburg und Scheeßel.

Mit Blick auf Wohnimmobilien sind nach Jahren der Umsatz- und Preisstagnation seit 2009 in allen vier Landkreisen kontinuierliche Preissteigerungsraten zu verzeichnen. Dieser Trend hat sich 2015 fortgesetzt. Der durchschnittliche Preis für ein frei stehendes Einfamilienhaus liegt laut Gutachten im Kreis Rotenburg bei 149 000 Euro.

Auf dem landwirtschaftlichen Grundstücksmarkt setzte sich 2015 der Trend zu steigenden Preisen leicht abgeschwächt fort. Im Altkreis Bremervörde mit der niedersachsenweit höchsten Dichte von Biogasanlagen muss für ein Ackergrundstück heute viermal so viel gezahlt werden wie noch 2005, so die Gutachter. In den anderen Landkreisen mit einer geringeren Dichte von Biogasanlagen verlief der Preisanstieg deutlich gemäßigter. Die Vergleichsfaktoren ermittelt der Ausschuss aus den Kaufverträgen und nachrecherchierten Grundstücks- und Gebäudedaten unter Anwendung statistischer Verfahren.

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