Bebauung sorgt vor der Entscheidung für Diskussionen mit Anwohnern

Ein Satteldach für den Neubau Hemphöfen 2a

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Clemens Bumann vom Amt für Planung, Entwicklung und Bauen der Stadt zeigt die von den Anwohnern bevorzugte Variante des Neubaus Hemphöfen 2a mit dem Satteldach.

Rotenburg - Von Heinz Goldstein. Die Entscheidung steht. Nach einem Meinungsaustausch mit Anwohnern der Straße Hemphöfen am Dienstag hat sich der Verwaltungsausschuss (VA) der Stadt Rotenburg am Mittwoch in einer nicht öffentlichen Sitzung mehrheitlich für den Neubau Hemphöfen 2a mit Satteldach ausgesprochen. Das teilte Bürgermeister Andreas Weber (SPD) im Anschluss mit. Damit haben die Politiker gegen den Vorschlag des Planungsausschusses entschieden.

Bei der Informationsveranstaltung am Dienstag hatten Weber sowie einige Ratsmitlieder der Fraktionen den betroffenen Bürgern die Möglichkeit gegeben, sich zu dem im Juli gefassten Vorschlag des Planungsausschusses, ein Staffelgeschoss-Haus zu errichten, zu äußern. In einer nicht immer sachlich und teilweise sogar sehr emotional geführten Diskussion machten die Anwohner ihrem Ärger Luft und ließen keinen Zweifel daran, dass sie die Variante „Staffelgeschoss“ strikt ablehnen.

Und das, obwohl die Anwohner mehrfach die Möglichkeit gehabt hätten, bereits vorher ihre Bedenken anzumelden, betonte Clemens Bumann vom Amt für Planung, Entwicklung und Bauen der Kreisstadt in der Runde. Der Bewohner der Nödenstraße 8, Thomas Schneider, habe während der Zeit seine Einwände erfolgreich durchsetzen können. Die Stadt sei von einem dreigeschossigen Bauplan auf ein Haus mit zwei Etagen umgeschwenkt.

In seinen Ausführungen zum Projekt erklärte Bumann weiterhin, warum sich der Ausschuss für das Staffelgeschoss entschieden habe. „Nur bei dieser Variante wird der Rotenburger Investor Wohn- und Gewerbebau Rotenburg bereit sein, zwei rollstuhlgerechte Wohnung zu bauen. Barrierefrei sind sowieso alle Wohnungen“, erklärte er. Zudem wäre der Bau mit einem Satteldach 1,5 Meter höher.

Die Wohneinheiten hätten eine Mietpreisbegrenzung und dürften nur an Senioren ab 60 Jahren oder behinderte Menschen (mindestens 50 Prozent schwerbehindert oder Pflegestufe I) mit Wohnberechtigungsschein vermietet werden. Unter anderem das habe weitere Investoren abgehalten, ein Angebot abzugeben. Es sei ein Entgegenkommen der Planungsgemeinschaft-Nord-Tochtergesellschaft, dass der VA die für sie beste Lösung wählen könne. Für einige Kritiker zählten diese Argumente nicht. Sowohl der CDU-Fraktionsvorsitzende Klaus Rinck als auch Manfred Radtke (Grüne) und die Anwohner sehen keinen dringenden Bedarf für zwei rollstuhlgerechte Wohnungen. Eine im Satteldach-Haus würde reichen, und sie machten kein Hehl daraus, für die von den Bewohnern geforderte Lösung zu stimmen. Außerdem würde sich ein Staffelgeschoss-Bau nicht in die Eigenart des Wohngebietes zwischen den Gebäuden mit Sattel- und Walmdächern einreihen, hieß es weiter.

Bei beiden Bauplänen sind jeweils zehn Wohnungen vorgesehen. Ein Vorteil beim Bau des Staffelgeschosses sei aber, dass zwei Wohnungen rund 75 Quadratmeter Wohnfläche böten und gut zu vermieten seien, so Bumann. Die anderen Wohneinheiten hätten um die 55 Quadratmeter Fläche. Bei der Satteldachvariante werden alle Wohnungen die rund 55 Quadratmeter nicht übersteigen.

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