Überseecontainer-Lieferschwierigkeiten

Beach Club am Weichelsee startet kleiner

Plakat am Weichelsee
+
Seit Wochen künden große Plakate von der Neueröffnung am Weichelsee. Es soll auch tatsächlich Anfang Juli losgehen – aber etwas anders als erhofft.

Probleme mit einem Lieferanten - und dennoch soll es „mit kleinem Besteck“ bald losgehen mit dem „Strandgold“.

Rotenburg – Der Strand ist schon neu aufgeschüttet, und die Handtuchdichte war an diesem Sonntag angesichts der knackigen Temperaturen und Sonne satt immens: Am Rotenburger Weichelsee ist derzeit viel los – wenn auch leider noch weniger, als sich Roland Nielebock erhofft hatte. Er wollte in diesen Tagen mit dem ersten Teil der großen Neugestaltung des Areals, dem Beach Club „Strandgold“, an den Start gehen. Doch das klappt nicht wie erhofft – es gibt Probleme mit Lieferanten.

„Ich bin enttäuscht, traurig und wütend“, sagt der 35-jährige Scheeßeler, der in der Region auch als Macher des Ferdinand-Feld-Festival bekannt ist. Aktuell stehe er mit seinen Geschäftspartnern gewissermaßen „vor dem Nichts, denn der Lieferant und Produzent der Überseecontainer konnte abgesprochene Liefertermine nicht pünktlich einhalten“. Man strebe eine Lösung an, aber die werde dauern: „Fakt ist, dass wir ohne fehlende Container-Elemente nicht in der geplanten und angekündigten Form diesen Sommer eröffnen können.“ Rund 1,5 Millionen Euro will Nielebock in den Umbau der Gastronomie am See investieren, der erste Schritt war der für dieses Jahr geplante Beach Club. „Wir können leider nicht erfüllen, was wir zugesagt haben.“ Die Politik, die für die Maßnahmen alle notwendigen Beschlüsse getroffen hat, sei informiert.

So sollte der Beach-Club aussehen. Nun muss umgeplant werden.

Und dennoch: Man stecke den Kopf nicht in den Sand, verspricht Nielebock. Trotz der Enttäuschung arbeite das Team an einer Lösung, und die soll es sogar kurzfristig geben: „Wir starten trotzdem durch – das sind wir der Stadt und dem Personal schuldig“, sagt er. Da bis auf die Container alles vorhanden sei – Küche, Barequipment, Ausschanktechnik und jegliches anderes Inventar –, werde man eine Alternative finden. „Mit kleinem Besteck“, sagt Nielebock, aber eben doch ein Beach Club, der Spaß mache, „um zumindest den Sommer am Weichelsee bei kühlen Drinks und guter Musik zu genießen“. Den eigenen Ansprüchen und denen derer, den man das „Strandgold“ versprochen habe, wolle man trotz allem irgendwie gerecht werden. Erhoffter Start: 5. Juli. Und dann? „Das eigentlich geplante Projekt wird selbstverständlich weiter vorangebracht und von einem neuen Partner final ausgeführt, sodass wir hoffen, dieses im Herbst erfolgreich fertigzustellen. Denn auch der Herbst und der Winter haben ihre schönen Tage.“

Das alte „Strandhouse“ hat mit Betreiber Heiko Broede übrigens diese Sommersaison noch geöffnet. Dann beginnen im kommenden Jahr die großen Umbauarbeiten für das neue Haupthaus. Gastronomie, Eventlocation, Platz für bis zu 400 Gäste – Nielebock verspricht insgesamt einen neuen „Ausgeh- und Freizeit-Hotspot“ für die Kreisstadt.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Ehepaar Norden gibt Lütje Isdeel in Fintel wegen benachbarten Bautätigkeiten auf

Ehepaar Norden gibt Lütje Isdeel in Fintel wegen benachbarten Bautätigkeiten auf

Ehepaar Norden gibt Lütje Isdeel in Fintel wegen benachbarten Bautätigkeiten auf
Corona-Ausbruch: Team in Zevener Arztpraxis ohne Impfung

Corona-Ausbruch: Team in Zevener Arztpraxis ohne Impfung

Corona-Ausbruch: Team in Zevener Arztpraxis ohne Impfung
Theatergruppe Leporello arbeitet an Roadmovie

Theatergruppe Leporello arbeitet an Roadmovie

Theatergruppe Leporello arbeitet an Roadmovie
Abschied nach zehn Jahren

Abschied nach zehn Jahren

Abschied nach zehn Jahren

Kommentare