BBS-Schüler prüfen die Kundenorientierung Rotenburger Firmen

„Der Kiosk muss weg“

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Joachim Hickisch (u.l.) berät Schüler bei der Planung einer Werbestrategie für eine Rotenburger Firma.

Rotenburg - Von Matthias Röhrs. Schüler der Berufsbildenden Schulen (BBS) Rotenburg haben sich der Kundenorientierung der Innenstadt angenommen und erarbeitet, wie die Kreisstadt ihren Status als Mittelzentrum sichern kann. Die Ergebnisse des Projekts stellen sie Ende Mai vor.

Für ihr Projekt wählten die fünf Fünfergruppen aus der zwölften Klasse unter Anleitung von Lehrer Joachim Hickisch je eine Firma aus Rotenburg aus. Sie führten Ist-Analysen, in der sie Schwächen und Stärken des Betriebs herausarbeiteten, oder sogenanntes „benchmarking“ durch – den Vergleich mit einer ähnlich gelagerten Firma, die als Vorbild dient. Die Beispielfirmen wurden von Anfang an mit eingebunden und so durften die Schüler auch hinter die Kulissen schauen und ihre Ergebnisse mit den Geschäftsführern diskutieren. In der Vorbereitung sind die Schüler unter anderem zur Bibliothek der Universität Bremen gefahren, um sich durch Fachliteratur über das Feld „Kundenorientierung“ zu informieren. Außerdem haben die Gruppen Umfragen durchgeführt, um andere Meinungen zu generieren.

Emilia Weißgerber, Nikki Schumacher, Henrik Dittmers, Philipp Hintze und Marvin Hertwig haben sich beispielsweise dem Stadtmarketing Rotenburgs angenommen und die Innenstadt überprüft. Ihrer Meinung nach das größte Problem: „Der neue Markt sollte umgestaltet werden“, sagt Hintze. „Der Kiosk muss weg.“ Generell haben die Fünf viele Ideen gesammelt, das Zentrum der Kreisstadt für Kunden attraktiver zu machen, wie zum Beispiel die Anpassung von Öffnungszeiten oder mehr Spielmöglichkeiten für Kinder. Positiv fiel ihnen die Barrierefreiheit oder die Zahl der Parkplätze auf. Die Ergebnisse haben sie bereits mit „ihrem Experten“, Bürgermeister Andreas Weber (SPD), besprochen, aber: „Der Bürgermeister sieht die Stadt positiver als wir“, so Schumacher.

Währenddessen bereiten sich Arne Brockmann, Luca Lünsmann, Lukas Moreira, Matthias Taut und Lara Meyer auf ein Treffen mit den Hamelberg-Geschäftsführer Andre Rogge vor. Die Gruppe hat den Bürobedarfsladen analysiert und will ihn nun in erster Linie für jüngere Kunden attraktiver gestalten. „Nur wenig junge Leute kaufen da ein“, so Meyer. „Wir selbst haben nur wenig über den Betrieb gewusst.“ Zusammen mit ihren Mitschülern hat die junge Frau eine erste Werbestrategie ausgearbeitet, die die Gruppe nun mit Rogge besprechen will. Die Zusammenarbeit mit ihm sei gut. „Er nimmt sich viel Zeit für uns“, so Meyer.

„Die Firmen nehmen die Schüler sehr ernst“, betont auch Hickisch. Die Schüler seien von den Betrieben gut aufgenommen worden. Ende Mai tragen sie ihre Ergebnisse vor Hickisch und den Chefs der analysierten Firmen –neben dem Stadtmarketing und Hamelberg waren auch Sport Lehmann, das Kinderhaus am Wasser und der Juwelier Hildebrandt am Projekt beteiligt – vor. Außerdem müssen sie eine schriftliche Projektarbeit abgeben.

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