BBS-Schüler berichten über Aktivitäten / „Griechenland muss in der EU bleiben“

EU-Projekttag in Rotenburg

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Sieben Tschechen aus Prag berichten über ihre Erfahrungen während verschiedener Praktika in Rotenburg.

Rotenburg - Die Berufsbildenden Schulen Rotenburg (BBS) sind vom Land Niedersachsen für ihre vielfältigen internationalen Aktivitäten in den unterschiedlichen Schulformen mit dem Titel „Europaschule“ ausgezeichnet worden. 2007 hatte die deutsche Kanzlerin Angela Merkel (CDU) einen bundesweiten EU-Projekttag ins Leben gerufen. Dieser Tag findet jährlich statt und gibt Schulen und deren Schülern die Möglichkeit, im Rahmen einer Ausstellung und in Präsentationen ihre europaweiten Aktivitäten vorzustellen. Bei den Rotenburger BBS hatten sich drei Besucher aus dem Bundestag angesagt.

Die Abgeordneten Reinhard Grindel (CDU), Lars Klingbeil (SPD) und Sven-Christian Kindler (Bündnis 90/Grüne) erfuhren in Gesprächen mit Lehrern sowie Europa-Schülern der Fachschule Sozialpädagogik, der „Internationalen Klasse“ des Beruflichen Gymnasiums und sieben Praktikanten aus Prag (Tschechien) einiges über deren Eindrücke während der Praktika unter anderem in Dänemark, Spanien, Frankreich, Österreich, Polen, Portugal, Niederlande, Türkei und Italien. Auch Schulleiter Wolf Hertz-Kleptow und der leitende EU-Koordinator der Schule, Erwin Eggers, zogen eine Bilanz der Entwicklung an der Europaschule.

Ziel sei es, jungen Menschen Gelegenheit zu geben, sich intensiv mit der Idee der europäischen Einigung zu beschäftigen. Sie sollen dabei auch Einblicke bekommen, wie Europa in der Praxis gelebt wird. Der EU-Projekttag solle Lust machen, Europa zu entdecken und mitzugestalten.

Während des Rundgangs der Politiker durch die Ausstellung in der Aula äußerten sich die Bundestagsabgeordneten gegenüber der Kreiszeitung zu den brandneuen Meldungen vom Morgen aus Griechenland. Der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis hatte geäußert, dass ohne neues Geld aus Europa sein Land in drei Wochen pleite sei. Alle drei Politiker betonten, dass eine weitere Mitgliedschaft des Staates angestrebt werden sollte.

„Die griechische Regierung muss jetzt endlich die Zusagen einhalten, zu denen sie sich in der Vergangenheit verpflichtet hat. Jetzt darf nicht mehr getäuscht werden, denn eine sinnvolle Hilfe setzt Solidität voraus“, erklärte Grindel. Kindler betonte, dass Europa in so schweren Zeiten eng zusammenrücken müsse. Alle seien aufgerufen, sich schnell zu bewegen, um einen Kompromiss zu finden. „Griechenland muss in der EU bleiben“, so Kindler.

Auch Klingbeil betonte, dass die Griechen endlich ihre Hausaufgaben machen und Reformen vornehmen müssen. „Es ist eine Erwartung, die ich habe. Die Reform muss nachhaltig sein“, erklärte er. Die Bekämpfung der Korruption sei ein wichtiger Faktor. „Klar ist für mich aber auch, dass Europa so im Ganzen erhalten werden muss und wir bestrebt sein müssen, Griechenland in Europa zu halten“, so Klingbeil.

go

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