Bauzaun gegen Brandtouristen

Unabhängiger Gutachter geht nach Explosion auf Spurensuche

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Der von der Explosion und dem Feuer betroffene gebäudebereich ist von der Polizei abgesperrt worden. Die Ermittler sind weiter auf der Suche nach der Ursache.

Rotenburg - Von Guido Menker. Die Ermittler tappen ganz offensichtlich noch im Dunkeln. Klare Antworten gibt es weder von der Polizei noch vom Landkreis.

Ob es nun um die Ursache für die Explosion und den Brand in der Nacht zum Samstag in der Landkreis-Außenstelle am Weicheler Damm in Rotenburg geht, um die Höhe des entstandenen Sachschadens oder auch um die Frage, wie es mit dem betroffenen Gebäudeteil weitergeht – es bleibt auch am Montag bei vagen Aussagen. Der Landkreis hat den betroffenen Bereich mit einem Bauzaun abgeriegelt – um Brandtouristen fernzuhalten, wie die Polizei am Montag mitteilte.

Feuer im Kreishaus am Weicheler Damm

 © Guido Menker
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 © Polizei
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Nach der Explosion in dem Gebäude soll am Mittwoch ein unabhängiger Gutachter des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer in Kiel den Ort des Geschehens unter die Lupe nehmen. Das berichtet Polizeisprecher Heiner van der Werp. Bereits am Samstag waren Mitarbeiter des zuständigen Polizei-Fachkommissariates ausgerückt, um sich einen Überblick zu verschaffen. Erkenntnisse seitdem: Es gibt keine Hinweise darauf, dass die Explosion und der Brand von außen herbeigeführt worden sind. „Das schließt eine Fremdeinwirkung aber nicht aus“, so van der Werp. Man ermittle in alle Richtungen.

Mitarbeiter an anderen Plätzen beschäftigt

Die Explosion hatte in der Nacht Büro- und Laborräume der Kreisarchäologie zerstört. Es brannte in dem Gebäude. „In der Restaurierungswerkstatt der Kreisarchäologie wurden Funde aus Metall und Keramik untersucht. Was genau beschädigt oder verloren gegangen ist, lässt sich erst nach Abschluss der Untersuchungen sagen“, erläutert Landkreis-Sprecherin Christine Huchzermeier. Bei der Kreisarchäologie sind vier Personen beschäftigt, dazu zurzeit noch zwei Kollegen, die den Bundesfreiwilligendienst leisten, und einer, der ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolviert. Huchzermeier: „Die Mitarbeiter können erst einmal an anderen Arbeitsplätzen im Jobcenter unterkommen. Es bleibt abzuwarten, ob die Büros nach Abschluss der Untersuchungen – wie Luftmessungen und Statik – wieder freigegeben werden können.“

das Kreisarchiv bleibt in dieser Woche geschlossen.

Noch in der Brandnacht war die Rede davon, dass möglicherweise eine Gasflasche explodiert sein könnte. Aber, so Polizeisprecher Heiner van der Werp am Montag: „Unter den Beweismitteln gibt es bislang keine Gasflasche. Vielleicht hat es sie gar nicht gegeben.“ Und so konzentriert sich dem Vernehmen nach ein wesentlicher Teil der Ermittlungen auf das Labor in der Kreisarchäologie. Vor allem dazu dürfte der Brandexperte der Polizei bei einer weiteren Besichtigung am Montag zusammen mit dem Brandschutzbeauftragten des Landkreises einige Fragen gehabt haben. „Wir müssen wissen, wie es in den Räumen vorher aussah, und dabei interessiert uns natürlich auch, womit in dem Labor gearbeitet worden ist“, erklärt van der Werp. Offen sei die Frage, wo genau das Feuer entstanden ist. Der Polizeisprecher hält sich auch in diesem Punkt deutlich zurück: „Es gibt dazu nur Vermutungen – daher wäre das alles noch reine Spekulation. Das betrifft eben auch die Explosion.“ 

Begrenzte Anzahl von Parkplätzen

Die war aber heftig: Darauf deuten nicht nur die auf dem Grundstück weit verteilten Scherben sowie die mehrere Meter weit geflogenen Fensterrahmen hin, sondern auch das Durcheinander in den Räumen selbst. Schaulustige, die sich ein Bild davon machen möchten, haben aber keine Chance: Ein Zaun hält sie davon ab. Und der wird wohl auch noch ein paar Tage stehen bleiben. Aufgrund der Absperrung steht zurzeit nur eine begrenzte Anzahl von Parkplätzen zur Verfügung. Die Parkplätze im Innenhof und vor dem Jobcenter können nicht genutzt werden, heißt es.

Übrigens: Das ebenfalls in diesem Gebäude untergebrachte Kreisarchiv bleibt diese Woche für Besucher geschlossen. Immerhin sind keine Akten zerstört oder beschädigt worden.

Brand und Explosion im Jobcenter-Gebäude Rotenburg

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