Beweissicherung nach Meldungen von Nachbarn / Keine Bauzeitverzögerung laut Stadt

Baustopp an der Rotenburger Grafelschule

Auf einer Fläche neben der Grafelschule entsteht ein Anbau.
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Wo bis vor wenigen Tagen noch fleißig gearbeitet wurde, herrscht aktuell Stillstand.

Rotenburg – Zwölf Regelklassen, aber nur elf Klassenzimmer: Der Platz an der Grafelschule ging bereits zum vergangenen Schuljahr endgültig aus. Als Übergangslösung gibt es seitdem ein mobiles Klassenzimmer neben der Sporthalle. Eine Dauerlösung ist das aber nicht, eine Erweiterung der Schule seit 2019 dringend notwendig, erklärt Schulleiter Marc Puschmann.

Jeder Klassenraum ist vormittags bis auf wenige Ausnahmen belegt. Aus diesem Grund haben nun nach Ostern die vorbereitenden Erdarbeiten zur Freude von Schulleiter, Schülern und Lehrern endlich begonnen – doch seit vergangener Woche herrscht erstmal wieder Stillstand, voraussichtlich für vier Wochen. Bauverzögerungen gibt es dadurch aber nicht, erklärt die städtische Architektin Nadine Schumacher.

Die Schule befindet sich jetzt im zweiten Schuljahr mit der Containerlösung, „es war schon früh klar, dass wir einen Raum zu wenig haben“, erinnert sich Puschmann. Zwei Klassen wurden in dem Jahr aus-, aber drei eingeschult. Das mobile Klassenzimmer sollte die Zeit des Baus überbrücken, doch eigentlich hatte er gehofft, den Erweiterungsbau bereits zum Schuljahr 2020/21 beziehen zu können. Mittlerweile hat aber die zweite Klasse den Container bezogen – und eine dritte wird folgen. Denn die Fertigstellung des Anbaus ist für die Sommerferien 2022 geplant, sagt Schumacher.

Vier Wochen, so lange wird die Beweissicherung nun voraussichtlich in Anspruch nehmen. Denn mehrere Nachbarn hatten sich bei der Stadt gemeldet, die Erschütterungen und Vibrationen an ihren Häusern durch die Walze hätten ihnen Sorgen bereitet. „Deswegen haben wir die Arbeiten erstmal gestoppt, um das zu überprüfen“, so Schumacher. Innen- und Außenbesichtigungen würden nun in den kommenden Wochen gemacht, um festzustellen, ob Gebäudeteile tatsächlich Schaden nehmen könnten. Da der Beginn der Bauarbeiten laut ihrer Auskunft vorgezogen wurde und es eigentlich erst im Sommer losgehen sollte, würde sich dadurch nichts verschieben.

Puschmann bleibt dennoch etwas skeptisch. Er sorgt sich, dass bei weiteren Verzögerungen, die im Verlauf der Arbeiten auftreten könnten, „das Ende der Sommerferien irgendwann nicht mehr gehalten werden kann“. Zum Beispiel durch Kältepausen im Winter. „Ich bin kein Bauexperte, aber das ist natürlich unbefriedigend, gerade jetzt, wo das Wetter perfekt zum Arbeiten ist. Unsere Schule wackelt auch, aber wir wissen, dass wir was dafür kriegen. Das müssen wir einfach aushalten, wir bauen für die Kinder.“

Das, was sie dafür kriegen, ist ein 500 Quadratmeter großer Anbau mit vier weiteren Klassenräumen, dazugehörigen Differenzierungsräumen sowie ein Technikraum und Sanitärbereiche. Die Kosten für die eingeschossige Erweiterung mit Flachdach liegen laut Stadtverwaltung bei etwa zwei Millionen Euro.

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