Bauausschuss: Am Stockforthsweg soll es weitere Grundstücke geben

Auf den ersten Schritt folgt der zweite

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Am Stockforthsweg wird noch gebaut, doch es soll einen zweiten Bauabschnitt dort geben.

Rotenburg - Von Inken Quebe. Die Stadt Rotenburg will sich weiterentwickeln: Am Stockforthsweg wird es deshalb einen zweiten Bauabschnitt geben. Dafür soll die Verwaltung nun mit den derzeitigen Grundstückseigentümern in Verhandlungen gehen. Das hat der Ausschuss für Planung und Hochbau in seiner gestrigen Sitzung einstimmig empfohlen.

Erst vor zwei Jahren hatte die Stadt schon die beiden Baugebiete an der Brockeler Straße und am Stockforthsweg auf den Weg gebracht, nun geht es weiter. Denn: Es sind nur noch 25 Baugründstücke vorhanden, teilte Bürgermeister Andreas Weber (SPD) in der Sitzung mit. 75 seien bisher verkauft. Man wolle nicht wieder in die Situation kommen, dass es zu einem Baustopp komme und die Stadt interessierte Bauherren ablehnen müsste. Davon gebe es derzeit etwa 100.

Am wahrscheinlichsten ist derzeit, dass weitere Grundstücke am Stockforthsweg hinter den Kleingärten angeboten werden. „Ich war auch kein Freund vom Stockforthsweg“, betonte Weber erneut, dennoch habe die Verwaltung bereits den ersten Schritt dort gewagt, sodass es nun auch weitergehen könne.

Insgesamt fünf Gebiete hatte die Verwaltung zuvor dafür in Betracht gezogen. Neben dem Stockforthsweg waren auch eine Fläche am Grafeler Damm, eine weitere westlich der Knickchaussee, das Gebiet zwischen Kalandshof und Ebberskamp sowie das Rathsmann Gelände am Glummweg in der engeren Auswahl.

Schwierigkeiten könnten sich beispielsweise bei der Fläche am Grafeler Damm ergeben. Das Problem: „Die Erschließung ist kostenbedingt schwierig einzustufen“, heißt es zur Begründung in der Beschlussvorlage. Demnach befinde sich die Fläche unter anderem innerhalb des Überschwemmungsgebietes des Staugrabens. Es könnte durch die erforderlichen Maßnahmen dort 25 Euro pro Quadratmeter teurer werden. Ähnlich aufwendig wäre eine Erschließung zwischen dem Kalandshof und Ebberskamp. Das Rathsmann-Gelände am Glummweg hingegen soll zunächst für die Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbewerbern hergerichtet werden – „eine sinnvolle Zwischennutzung“, heißt es in der Begründung.

Für größeren Unmut im Ausschuss sorgte da noch, dass die Fläche westlich der Knickchaussee nicht zur Verfügung steht. Denn die wäre Priorität 1 für die Ausweisung eines neuen Baugebietes gewesen. Dort ließe sich nämlich eine Lücke schließen. Auch die Infrastruktur sei gegeben, sagt die Verwaltung. Und trotzdem: Es sei absehbar, dass die bauliche Umsetzung nicht möglich wird, denn die Verwaltung ist sich dort mit den Eigentümern nicht über den Kaufpreis einig.

Über die Empfehlung aus dem Bauausschuss berät morgen noch der Verwaltungsausschuss.

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