Stadt nutzt Zeugnisferien

13 Bäume müssen weichen

+
Die Bäume sind weg. Ein Arbeiter reinigt noch kurz den Schulhof.

Rotenburg - Von Guido Menker. Die Stadt Rotenburg nutzt die zweitägigen Zeugnisferien für das Fällen von 13 Bäumen auf dem Gelände der Stadtschule. Die Bäume müssen weichen, weil auf dem Schulhof eine Mensa entsteht.

Maren Diercks aus dem Planungsamt der Stadt hatte das Vorhaben am Abend zuvor in einer Sitzung des Ausschusses für Planung und Hochbau vorgestellt. Einfluss auf den Standort für diesen Neubau hatten die Politiker zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht mehr.

Jan Till Jürgensen von der SPD schien das zu Beginn nicht klar gewesen zu sein. Er brachte nach der Vorstellung nämlich deutlich zum Ausdruck, dass er den ausgesuchten Standort eben nicht für geeignet, sondern eher für problematisch hält. „Das ist ja genau dort, wo die Bäume stehen“, sagte er. „Das erschließt sich mir nicht. Man sollte die Mensa vielleicht besser ein wenig in nord-östliche Richtung verschieben.“ 

Aber: „Es geht hier heute nicht um einen Beschluss“, erklärte Bürgermeister Andreas Weber (SPD). Die Wahl des Standortes liege allen voran in der Verantwortung der Schule und werde von der Schule zusammen mit der Stadt als Schulträgerin entschieden. 

Susanne Enders, Leiterin der Stadtschule, unterstrich im Ausschuss, weshalb der jetzt ausgesuchte Platz für den Mensa-Neubau gewählt worden ist. Es gehe um kurze Wege. Ein Anbau sei nicht infrage gekommen. Aus Platzgründen vor allem, aber auch, weil die Mensa ganz bewusst raus sollte aus der Schule. Enders hat bei diesem Projekt die Strukturen des Schulalltags im Blick.

Mensa entsteht neben dem Hauptgebäude

Die Mensa wird neben dem Hauptgebäude entstehen und eine Grundfläche von 300 Quadratmetern haben. Sie soll 60 bis 80 Sitzplätze bieten, sodass die Schüler in zwei Durchgängen ihr Mittagessen einnehmen können. Die Versorgung der Mensa, auf der es ein Satteldach geben wird, erfolgt über das Hauptgebäude. Im ersten Schritt entsteht eine reine Ausgabe-Mensa, in der das angelieferte, warme Essen für die Kinder über den Tresen geht. 

800.000 Euro hat die Stadt dafür im Haushalt veranschlagt. 100.000 Euro davon sind für die Innenausstattung vorgesehen. Darüber hinaus plant die Stadt den Bau so, dass in einem weiteren Schritt auch eine Küche nachgerüstet werden kann. Diese würde zusätzlich 300.000 Euro kosten und soll – wenn es finanziell passt – in drei Jahren nachgerüstet werden. 

Für diesen Fall sieht der Plan auch schon einen Raum vor, der für die Tiefkühlung von angelieferten Speisen dienen könnte. Vorgezogen werden könnte der Bau dieser Küche, wenn sich für die Stadt durch die künftig kostenfreien Kitas ein neuer finanzieller Spielraum ergeben sollte. Der Wunsch aus der Politik nach einer Solaranlage lasse sich beim Mensa-Neubau allerdings nicht realisieren.

Mit der Fällung der Bäume ist jetzt der erste Schritt gemacht. In den Sommerferien soll dann der Bau starten und mit Beginn des Schuljahres 2019 / 2020 die neue Mensa in Betrieb gehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Gladbecker Geiselnahme: Geblieben sind Schmerz und Trauer

Gladbecker Geiselnahme: Geblieben sind Schmerz und Trauer

Aufbau für jbs-Maisfeldfete und Oldie-Abend in Westeresch

Aufbau für jbs-Maisfeldfete und Oldie-Abend in Westeresch

Brücke von Genua unterlag besonderen EU-Sicherheitsauflagen

Brücke von Genua unterlag besonderen EU-Sicherheitsauflagen

Abriss der Alten Molkerei in Hoya

Abriss der Alten Molkerei in Hoya

Meistgelesene Artikel

„Laut & draußen“-Festival auf dem Kalandshof bleibt vom Unwetter verschont

„Laut & draußen“-Festival auf dem Kalandshof bleibt vom Unwetter verschont

Lars Kühnast und Meike Loewel holen sich die Titel

Lars Kühnast und Meike Loewel holen sich die Titel

Gasalarm am Brockeler Bussardweg - Baggerfahrer reißt Leitung auf

Gasalarm am Brockeler Bussardweg - Baggerfahrer reißt Leitung auf

Erfolgsgeschichte: Rotenburg kommt beim Stadtradeln auf Platz eins

Erfolgsgeschichte: Rotenburg kommt beim Stadtradeln auf Platz eins

Kommentare