Frühjahrsversammlung der Rotenburger Kraftfahrzeuginnung

Automobilkonjunktur erhält Schub

Klaus Peter Riekenberg (v.l.), Christian Hollmann und Detlef Köster sind vom Obermeister Norbert Schmudlach geehrt worden (linkes Bild). Vor den Neuwahlen informierte der Vorstand mit Jens Henke (v.l.), Hollmann und Norbert Schmudlach zur aktuellen Lage. - Fotos: go

Mulmshorn - Der Vorstand der Rotenburger Kraftfahrzeuginnung hat am Mittwochabend seine 50 Mitglieder zur Frühjahrsversammlung in den Heidejäger nach Mulmshorn eingeladen. Da die Automobilkonjunktur im Aufwärtstrend ist, blicken die Mitglieder optimistisch in die Zukunft. Das spiegelte sich auch im Geschäftsbericht des Obermeisters Norbert Schmudlach wieder.

Durch niedrige Zinsen und Ölpreise habe die Automobilkonjunktur einen Schub bekommen, so Schmudlach. Die Pluszahlen (4,2 Prozent) bei den Neuzulassungen und den Besitzumschreibungen in Niedersachsen stimmten zuversichtlich, das positive Ergebnis des Vorjahres zu erreichen. Seit April habe auch der Gebrauchtwagenmarkt leicht zugelegt. „Bei den gasbetriebenen Autos ist aber ein Rückgang zu erkennen.“ Auch das Thema Abgas-Skandal kam zur Sprache, denn er hält die Branche immer noch in Atem. Die Mehrheit der Gerichtsurteile über das Rückgaberecht der Autokäufer sind positiv für die Händler ausgegangen, so Schmudlach.

Dass die Abgasuntersuchung ihre Berechtigung hat, stehe außer Frage. Allein 2014 wurden bei rund 12 Millionen Tests bundesweit rund 780.000 Mängel (6,3 Prozent) festgestellt. Von diesen konnten aber 540.000 Fahrzeuge auf das zulässige Niveau zurückgeführt werden. Das Umweltbewusstsein rücke immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit, erklärte der Vorsitzende. Der Kauf von E-Autos werde vom Bund zudem gefördert.

Zudem nannte er Zahlen und Fakten zur aktuellen Situation im Kfz-Handwerk. Der hohen Standard des Personals in der Branche könne nur durch eine qualifizierte Ausbildung gesichert werden. Schmudlach bezeichnete das duale System des deutschen Handwerks (Berufsschule und praktische Arbeit im Betrieb) als vorbildlich. „Viele Länder beneiden uns darum“, so der Vorsitzende.

Zur guten Ausbildung zählten aber auch überbetriebliche Lehrgänge. Sehr befremdlich empfand er einige Vorstöße der Industrie- und Handelskammer (IHK), den Innungsbetrieben vorzuschlagen, die neuen Ausbildungsverträge der Kraftfahrzeug-Mechatronikers nicht mehr bei der zuständigen Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade einzutragen, sondern die Verträge bei der IHK Stade zu führen. Nach Gesprächen zwischen den beiden Institutionen sei nun vereinbart worden, dass sich die Kammer zukünftig wieder um die Kernkompetenzen konzentriert. Es bleibe, wie es war.

Die fünfjährige Amtszeit des Vorstandes war am Mittwoch um und so waren die Mitglieder aufgefordert, die Führungsriege für die nächste Amtsperiode neu zu wählen. Kassenwart Klaus Peter Riekenberg, Schriftführer Detlef Köster und Lehrlingswart Christian Hollmann stellten sich nicht mehr zur Wiederwahl. Nach Willen der Versammlung setzt sich der Vorstand nun wie folgt zusammen: Obermeister bleibt Norbert Schmudlach und auch der Vize, Jens Henke, übt sein Amt weiter aus. Neuer Lehrlingswart ist Detlef Ottens. Die Schriftführung übernimmt Anke Schramm und die Kasse ist ab sofort Aufgabe von Gunther Lengen. Die drei ausscheidenden Vorstände erhielten eine besondere Ehrung.

go

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