Austausch und Beratung

Einzelhändler bieten zusätzlichen Service zur Kundenbindung

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Seit Kurzem können Kunden im Rewe an der Großen Straße von zuhause aus bestellen und ihren Einkauf an einer extra Kasse abholen. 

Die Einzelhändler in Rotenburg haben viel Konkurrenz – Einkaufszentren in den umliegenden Großstädten, Dodenhof und vor allem natürlich der Onlinehandel ziehen Kaufkraft aus der Kreisstadt ab. Wie wollen die Ladeninhaber zukunftsfähig bleiben, und was sind aus ihrer Sicht die Stärken des stationären Handels? Wir haben bei einigen Geschäften nachgefragt.

Rotenburg - Eine Art, den Kunden das Einkaufen angenehmer zu gestalten, hat jetzt der Rewe-Markt an der Großen Straße eingeführt. Wie auch in vielen anderen Filialen der Supermarktkette gibt es dort seit einigen Wochen einen Abholservice. Kunden können zu jeder Zeit online bestellen und müssen dann nur kurz ihre Waren in dem Geschäft abholen. Dafür wurde eigens eine Kasse eingerichtet, an der in einem Regal der gefüllte Einkaufskorb auf den Abholer wartet. Die Kunden müssen nicht mehr selbst durch den Laden gehen und nach den Produkten suchen, das machen Mitarbeiter für sie. 

Den Weg zum Geschäft müssen die Kunden aber trotzdem auf sich nehmen. Ein Service, der den Kunden Zeit einspart, sagt Marktleiter Ilyas Aksüt. Denn sie müssen nicht mehr selbst nach den Waren suchen, können alles gesammelt am Eingang in Empfang nehmen. Das Angebot sei bislang gut angenommen worden. Mehr Kundenfreundlichkeit wolle man damit bieten, auch, wenn man mehr Personal benötigt. Das wiederum ist „ja aber auch positiv für die Stadt“, findet Aksüt.

Zumindest zum Teil ist der Abholservice ein Onlineangebot. Im Internet bestellen auch viele Kunden der Buchhandlung C. J. Müller. Dort gibt es schon seit sieben Jahren ein virtuelles Bücherregal. Das Gros der Kunden, die dort bestellen, hole die Bücher aber vor Ort in den Räumlichkeiten an der Goethestraße ab, sagt Inhaberin Cornelia Mansfeld. Die Möglichkeit der Lieferung gebe es aber auch. 

In ihren Augen ist der stationäre Einkauf sehr wichtig und mache in der Buchhandlung auch nach wie vor den größten Anteil aus. „Die Leute fühlen sich wohl hier“, meint Mansfeld. Sie könnten sich unterhalten und austauschen. Das Angebot, online bestellen zu können, gehöre für sie jedoch dazu. Ausgewertet habe sie zwar nicht, wie stark es tatsächlich angenommen worden sei, und generell sei die Menge an Bestellungen von Tag zu Tag unterschiedlich. Aber den Service selbst würde sie so oder so anbieten. „Das gehört einfach dazu.“

Einen Wandel hat auch das Geschäft von Manuel Poranski durchlaufen. Seit 17 Jahren führt er das Geschäft an der Großen Straße. Bis Ende Juni unter dem Franchise „Vom Fass“, nun eigenständig mit dem neuen Namen „Fass & Feines“. Franchise sei gerade für die Anfänge eines Geschäfts ein gutes Modell. Langfristig sei man damit aber zu unflexibel. Nach dem neuen Modell könne man besser auf Kundenwünsche eingehen. Das Geschäft könne nun sein Sortiment erweitern. Poranski beobachte wie auch Mansfeld, dass der Kontakt zu den Kunden wichtig ist. So sei ihm die Beratung besonders wichtig – die könne online in der Form nicht ersetzt werden. Er bietet seinen Kunden etwa an, die Waren zu probieren, sagt er.

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