Ausstellung „alles geritzt“ in der Bildnerischen Werkstatt Rotenburg eröffnet

Kunst verbindet Menschen

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Die Projektteilnehmer mit den Lehrerinnen und der Künstlerin Sirma Kekec (hinten, Dritte von links).

Rotenburg - Mit diesem großen Andrang haben die jugendlichen „Künstler“ bei der Ausstellungseröffnung „alles geritzt“in der Bildnerischen Werkstatt Rotenburg nicht gerechnet. Rund 100 Interessierte waren gekommen, um sich das Ergebnis des Jugendprojektes des Ateliers in Kooperation mit der Lindenschule, dem Ratsgymnasium, dem Kunstverein, den Rotariern und der Bremer Künstlerin Sirma Kekec anzusehen.

„Den Titel der Ausstellung „alles geritzt“ haben sich die Jugendlichen als Ausdruck des Werkprozesses selbst überlegt“, erklärte Martin Voßwinkel, Leiter der Bildnerischen Werkstatt. Er beschrieb den Gästen, dass es bei diesem Projekt nicht allein um das Kreieren von Linoldrucken ging, sondern dass das Spektrum der Anforderungen an die Jugendlichen wesentlich komplexer gewesen ist. So hätten die Teilnehmer unter anderem gelernt, wie eine Ausstellung zu organisieren ist und welche Werke gezeigt werden sollten.

„Manchen Schülerinnen fiel hier die Wahl besonders schwer, denn am liebsten hätten sie alle Drucke ausgestellt“, so Voßwinkel. An sieben Montagen haben die Jugendlichen unter Anleitung der Bremer Künstlerin Kekec die Technik des Linoldrucks erlernt und kreativ umgesetzt. Alle Ausstellungsstücke sind Unikate. Ein Absurdum? Nein! Denn jede einzelne Druckunterlage ist vor dem Gang durch die Presse bemalt worden. Allein der Linolschnitt ist gleich geblieben.

Ohne die finanzielle Unterstützung der Rotenburger Rotarier wäre diese Ausstellung nicht durchführbar gewesen, erklärte Peter Mokrus vom Kunstverein Rotenburg. Die hätten einen Teil des Erlöses aus einer Kunstversteigerung mit der Auflage zur Verfügung gestellt, dass der Betrag für die bildende Kunst eingesetzt werde. Das war hier bestens angelegt worden, waren sich Besucher und Veranstalter einig.

Mokrus richtete lobende Worte an alle Macher: „Die jungen Menschen sind behutsam an die Kunst herangeführt worden. Sie konnten während der sieben Wochen Atelieratmosphäre schnuppern, die sie im Kunstunterricht in der Schule so nicht haben.“

In die gleiche Kerbe schlug auch Rotenburgs Bürgermeister Andreas Weber in seinem Grußwort. Mit der Kooperation des Ratgymnasiums und der Bildnerischen Werkstatt der Rotenburger Werke hätten die Teilnehmer eine Erfahrung fürs Leben gemacht. „Kunst verbindet Menschen. Hier haben Schülerinnen mit und ohne Handicap gemeinsam etwas Besonderes geschaffen, das sie nicht nur oberflächlich miteinander verbindet“, so der Bürgermeister.

Birgit Lemmermann, Lehrerin am Ratsgymnasium, brachte es auf den Punkt. „Die Jugendlichen haben an einem Tisch gesessen und über Kunst einen Draht zueinander gefunden.“ Sie war sich sicher, dass alle Beteiligten nach der Ausstellungseröffnung glücklich und zufrieden nach Hause gehen werden.

Die Ausstellung in der Werkstatt kann noch bis zum 17. Dezember besichtigt werden.

go

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