Facebook, Twitter und Co.

Grünes Licht für Social-Media-Konzept des Landkreises

App-Icons auf einem Display.
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Facebook nutzt der Landkreis bereits für Beiträge rund um Corona. Die Aktivitäten sollen ausgeweitet werden.

Rotenburg – Direkt aus den Fachbereichen sollen Informationen künftig über Soziale Medien den Bürgern geliefert werden: Der Landkreis Rotenburg will seine Kommunikation verändern und dafür Twitter, Facebook und Co. nutzen. Gelingen soll das mit einem Social-Media-Konzept, das Gerd Hachmöller, Leiter der Stabsstelle Kreisentwicklung, dem Ausschuss für Personal- und Organisationentwicklung vorgestellt hat.

Der Landkreis komme nicht drumherum, Soziale Medien zu nutzen. „Sie haben eine zunehmende Bedeutung“, sagte Hachmöller. Sie durchdringten mehr und mehr die Kommunikation, die sich dadurch verändert habe. In einer Arbeitsgruppe arbeiten einige Verwaltungsmitarbeiter seit einem Jahr an einem Konzept, gleichwohl ist in diesem Zeitraum, der „Phase 0“ bereits ein erster Schritt angeschoben worden. So hat die Verwaltung den Facebook-Auftritt dazu genutzt, um die Corona-Zahlen und Informationen zum Pandemiegeschehen zu verteilen.

Insgesamt sollen die Aktivitäten aber bausteinweise aufgebaut werden, sowohl was die Inhalte angeht, als auch was die Anzahl der zu bespielenden Kanäle betrifft. „Wir wollen nicht mit allem auf einmal starten“, so Hachmöller, vielmehr wolle die Verwaltung die Aktivitäten strategisch aufbauen

Ein zentraler Aspekt des Konzepts ist die zunehmende Dezentralisierung. Anders als es mit der Pressearbeit gehandhabt wird –, die auch weiterhin ausschließlich über die Pressestelle laufen werde –, sollen die einzelnen Fachbereiche in Zukunft selbst Inhalte für die Sozialen Medien erstellen und posten, und dafür von ihrer Arbeit freigstellt werden. „Wer übernimmt da dann die Verwantwortung?“, wollte Reinhard Lindenberg dazu wissen. Laut Hachmöller werde es eine Etikette geben, die Mitarbeiter müssten darin geschult werden, wie und wann sie reagieren müssen. „Aber das bedeutet auch, dass die Amtsleiter Vertrauen in ihre Mitarbeiter setzen müssen“, betonte Hachmöller.

Zunächst werde es allerdings noch über die Stabsstelle Kreisentwicklung koordiniert. Zu diesem Zweck ist eine zusätzliche Stelle für die Social-Media-Koordination vorgesehen. Die Ausschreibung sei von der Arbeitsgruppe bereits vorbereitet worden, nun fehlt noch der Beschluss des Konzepts, damit die Stellenauschreibung erfolgen kann.

Und die Stimmen für diesen Schritt waren im Ausschuss fraktionsübergreifend positiv. „Der Informationsfluss ist heute einfach anders“, sagte Bernd Sievert (SPD). Die Menschen holten sich die Informationen nicht mehr, sondern sie müsse ihnen eher gebracht werden. Auch Robert Abel (FDP) hält diesen Schritt für alternativlos. „Der Landkreis muss diese Kanäle bedienen.“ Entsprechend fiel das Votum für die Umsetzung des Konzepts einstimmig aus. Abschließend entscheidet nun noch der vertraulich tagende Kreisausschuss darüber.

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