Ausreden beim Stadtradeln

Wenn der Regen nicht wäre

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Auch Redakteurin Jessica Tisemann radelt mit.

Rotenburg - Von Jessica Tisemann. Fahrradfahren in Rotenburg ist super. Gerade auf den Kurzstrecken ist man so viel schneller von einem Ort am anderen. Die vielen nervigen Ampeln lassen sich nämlich ganz leicht umgehen und auch ein paar Abkürzungen gibt es nur für uns Radfahrer. Doch das idyllische Bild wird getrübt. Das Wetter ist Anfang September schon recht herbstlich und der Fahrradsattel jedesmal klitschnass, wenn ich mich darauf setzen will. Also muss doch oft der Griff zum Autoschlüssel her.

Auch der Blick auf den Terminkalender macht die guten Vorsätze beim Hang zum Rad zunichte. Bauausschuss im Sottrumer Rathaus – 15 Kilometer. Und das ist nur der Hinweg. Prinzipiell vielleicht kein Problem, wenn da nicht der Zeitdruck wäre.

Ich bin begeistert, dass Bürgermeister Andreas Weber es tatsächlich schafft, die kommenden drei Wochen komplett auf sein Auto zu verzichten. Gerne würde ich es ihm gleichtun. Stünde da nicht auch noch der Besuch bei den Eltern an. Und 150 Kilometer mit dem Rad hinter sich zu bringen ist dann doch etwas übertrieben. Gut, dann hätte ich auf jeden Fall die 500 Kilometer, die sich Weber als Ziel gesetzt hat, schnell erreicht.

Ja, es sind viele Ausreden, aber würde es nicht so oft regnen, würde ich auch sehr viel häufiger mit dem Fahrrad fahren – wirklich.

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