Aufsichtsrat gibt grünes Licht / Bargfrede von großer Bandbreite beeindruckt

Stadtwerke investieren rund drei Millionen Euro

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Die Stadtwerke haben in diesem Jahr viel vor. Geschäftsführer Reinhard David (l.) und der technische Leiter Hermann Dodenhof (r.) stellten das Investitionsprogramm zusammen mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Heinz-Günter Bargfrede vor.

Rotenburg - Von Guido Menker. Die Stadtwerke Rotenburg (SR) investieren in diesem Jahr rund drei Millionen Euro – und damit doppelt so viel Geld wie in „normalen“ Jahren. Das hat der SR-Geschäftsführer Reinhard David am Dienstag in einem Gespräch mit der Presse bekanntgegeben. Das Geld fließt in viele verschiedene Bereiche: Es geht um Netzmaßnahmen, den Aufbau von neuer Infrastruktur, die Sanierung des Wasserwerkes, den Bau weiterer Blockheizkraftwerke sowie die Erneuerung des Eingangsbereiches im Erlebnisbad Ronolulu.

Die Finanzierung der Maßnahmen in diesem Jahr sei gesichert, erklärten Reinhard David und der kaufmännische Leiter Hermann Dodenhof. Im Klartext: „Unsere Preise sind davon nicht betroffen.“ Nicht zuletzt deshalb habe der Aufsichtsrat auch ohne Probleme grünes Licht gegeben, berichtete dessen Vorsitzender Heinz-Günter Bargfrede: „Der Aufsichtsrat ist beeindruckt davon, in welcher Bandbreite sich die Stadtwerke auf dem neuesten Stand halten.“

Die angesprochene Bandbreite der Investitionen ist in der Tat groß: So geht es beispielsweise um den Bau neuer Leitungen für Strom, Gas und Wasser in den beiden Neubaugebieten am Stockforthsweg (1409 Meter) sowie an der Brockeler Straße (1145 Meter). Dort installieren die SR darüber hinaus jeweils einen neuen Trafo, hinzu kommt die Straßenbeleuchtung. Um neue Leitungen für Strom und Gas auf einer Länge von 630 Metern geht es darüber hinaus im Neubaugebiet Hesterkamp in Unterstedt. Zwei dicke Brocken im Investitionsprogramm dieses Jahres: Die SR verpassen sich eine neue Leitstelle, und darüber hinaus die Sanierung zweier Reinwasserbehälter im Wasserwerk. Beide Maßnahmen werden jeweils mit rund 350000 bis 400000 Euro veranschlagt. Die alte Leitstelle, so David, sei im Prinzip noch analog, auch wenn in den vergangenen Jahren bereits eine Teile digitalisiert worden seien. Und was die Reinwasserbehälter betreffe, so sorgten sie zwar noch für eine 1-a-Qualität, „aber wir wollen ja nicht so lange mit dem Umbau und der Sanierung warten, bis mal was kaputt ist“, meint der Geschäftsführer. Problem in beiden Fällen: Die Maßnahmen müssen im laufenden Betrieb über die Bühne gehen und erfordern daher ein größeres Zeitfenster. „Es kann sein, dass die Arbeiten also erst im nächsten Jahr abgeschlossen werden.“

Schneller wird man da schon fertig, wenn es um die Installation von drei weiteren E-Tankstellen in der Kreisstadt oder auch um die LED-Umrüstung von rund 300 weiteren Straßenlampen geht. Auch der Bau von zwei weiteren Blockheizkraftwerken in der Schule am Grafel sowie in der neuen THS-Sporthalle an der Gerberstraße dürfte zeitlich keine besondere Herausforderung darstellen.

Ins Auge gefasst haben die Stadtwerke ferner den Austausch von fünf abgängigen Trafo-Stationen Auf dem Rusch, Zum Adel, an der Brauerstraße, am Samlandweg sowie an der Nödenstraße.

Wenn David und Dodenhof von der Erneuerung mehrerer Mittelspannungsleitungen an der Straße Zum Adel, an der Soltauer sowie an der Verdener Straße sprechen, dann gehe es um Modernisierung, Ertüchtigung und Verstärkung. Ähnlich ist auch die geplante Netzverstärkung am Kesselhofskamp zu verstehen. Geplant sei darüber hinaus eine umfangreiche Sanierung der Leitungen für Strom, Gas und Wasser an der Lindenstraße. Die Gesamtlänge neu verlegter Mittelspannungsleitungen umfasse in diesem Jahr 2,5 Kilometer, rechnet Dodenhof vor. „Eigentlich nehmen wir in jedem Jahr Investitionen vor, um alle Bereiche laufend auf dem Stand zu halten“, so David.

Das betreffe auch das Ronolulu – das Erlebnisbad ist inzwischen mehr als 20 Jahre alt. Jetzt wollen die SR dem Eingangsbereich ein neues Outfit verpassen. „Das geht schon bald los“, so David, der auch in diesem Fall von einer „Operation am offenen Herzen“ spricht, weil man dafür das Bad nicht schließe könne. Der Eingangsbereich soll einen Lounge-Charakter erhalten, in dem auch Holz ein Element sein werde.

Im Ronolulu soll noch mehr passieren – und zwar in einem Bereich, den die Badegäste nie zu sehen bekommen: Es geht um den Einbau von neuen Pumpen. Dadurch werde nicht zuletzt auch Energie gespart.

Was David übrigens ganz wichtig ist: Die Stadtwerke versuchen grundsätzlich, so viele Aufträge wie möglich an heimische Betriebe zu vergeben.

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