Einweihung des Feuerwehr-Neubaus in Mulmshorn / Brandmeisterin dankbar für Unterstützung

Gut aufgestellt für die Zukunft

Andreas Weber (v.l.), Mattina Berg, Maren Diercks und Constance Fuchs-Darley bei der Übergabe des symbolischen Schlüssels. Foto: Daus

Mulmshorn - Von Matthias Daus. Das alte Feuerwehrhaus in Mulmshorn, das rund 40 Jahre seine Dienste geleistet hatte, entsprach nicht mehr den nötigen Standards und musste konsequenterweise durch ein neues, modernes Haus ersetzt werden. Eine Mammutaufgabe für alle Beteiligten. Am vergangenen Freitag war die feierliche Einweihung des Neubaus. „Jeder, der ein Haus gebaut hat, weiß, dass so eine Bauphase nicht immer ganz ruckelfrei über die Bühne geht, aber am Ende ist dann immer alles wieder gut“, sagte Rotenburgs Stadtbrandmeister Thorsten Reinsch in seinen Grußworten an diesem Abend.

Worte, die die Gemütslage von Mulmshorns Ortsbrandmeisterin Constance Fuchs-Darley und ihren Kameraden von der Ortswehr sehr treffend beschrieben. Denn die rund anderthalbjährige Bauphase, die im Juli dieses Jahres beendet wurde, war in vielerlei Hinsicht nicht ganz einfach. Allein der Umstand, dass zuerst das alte Feuerwehrhaus abgerissen werden musste, weil das Neue auf dem gleichen Grund stehen sollte, sorgte für allerlei logistische Herausforderungen. Dabei war es noch vergleichsweise einfach, dass jedes Mitglied der Feuerwehr seine persönliche Ausrüstung zu Hause unterbringen musste. Während die allgemeinen Ausrüstungsgegenstände in Containern untergebracht werden konnten, war man beim Einsatzfahrzeug auf Unterstützung seitens der Bevölkerung angewiesen.

„Es war ein großer Glücksfall für uns, dass wir unser Fahrzeug beim Ehepaar Wagner in einer großen Scheune unterbringen konnten“, sagte die Ortsbrandmeisterin in ihrer Ansprache und überreichte den Eheleuten zum Dank einen großen Präsentkorb.

Aber ihr Dank richtete sich noch an viele weitere Adressen. Wie zum Beispiel an die Rotenburger Feuerwehr, die während der gesamten Bauphase ihre Mulmshorner Kollegen bei Einsätzen immer wieder unterstützt hätten. Oder bei der Kommunalpolitik, die einen entscheidenden Beitrag bei der Verwirklichung des Projektes innehatten. „Wir haben lediglich die finanziellen Mittel bereitgestellt“, spielte Mulmshorns Bürgermeisterin Mattina Berg (SPD) die Rolle des Ortsrates ein wenig herunter.

Für Rotenburgs Bürgermeister Andreas Weber (SPD) ist das Gebäude ein Meilenstein, der auch ein Ausdruck für die Wertschätzung der Leistung der freiwilligen Feuerwehr sei. „Das sieht richtig klasse aus, wie es ist“, sagte er, „und ich hoffe, dass dadurch auch ein Ruck durch Mulmshorn geht und sich vielleicht auch Nachwuchs für die Feuerwehr findet.“ Da sich an diesem Abend zwei Anwärter für den Feuerwehrdienst unter den Gästen befanden, blieb es kein frommer Wunsch des Bürgermeisters.

„Das Gebäude ist nach den aktuellen Vorgaben der Feuerwehrunfallkasse geplant und erstellt worden“, sagte Maren Diercks, die für die Planungen verantwortlich war. Besonders wichtig war dabei der Aspekt der „Schwarz-weiß-Trennung“. Kurz gesagt, soll dabei durch bauliche Maßnahmen, wie separaten Umkleideräumen und dergleichen, verhindert werden, dass die Privatkleidung mit kontaminierter Dienstkleidung in Kontakt kommen kann. Ein wichtiger Punkt für die Gesundheit der Feuerwehrleute. Die Planerin übergab anschließend einen symbolischen Schlüssel, der über Weber und Berg schließlich in die Hände von Fuchs-Darley gelangte, die ihn stellvertretend für die Feuerwehr entgegennahm.

Nach allen Ansprachen, bei denen besonders die Eigenleistungen der Mitglieder der Ortswehr hervorgehoben wurden, lud die Brandmeisterin die rund 120 Gäste, bestehend aus Förderern, Unterstützern, den Mitgliedern der Mulmshorner Feuerwehr und ihren Angehörigen sowie Abordnungen der Wehren aus angrenzenden Orten und Gemeinden zum gemütlichen Beisammensein ein. Bei aller guten Planung und Ausführung kam das neue Gebäude hierbei dann doch an seine Grenzen und musste ausnahmsweise durch ein Zelt erweitert werden.

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