VHS legt Frühjahrsprogramm vor

Auch Plan B steht

VHS-Chef Michael Burgwald sitzt an seinem Schreibtisch und zeigt das neue Semester-Programm der Rotenburger Volkshochschule.
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VHS-Chef Michael Burgwald setzt auf das Prinzip Hoffnung.

Die Rotenburger Volkshochschule (VHS) legt ihr Programm für das erste Semester 2021 vor. Rund 280 Angebote sind in dem 98 Seiten umfassenden Heft zu finden.

  • VHS-Programm in Rotenburg soll am 8. Februar starten.
  • Alles unter Berücksichtigung der Corona-Vorgaben.
  • Volkshochschule setzt noch mehr auf Online-Angebote.

Rotenburg – Fast sieht es so aus, als sei beim neuen Semester-Programm der VHS Rotenburg alles so, wie es immer schon war. Nicht ganz. Denn angesichts der Pandemie und des noch andauernden Lockdowns setzen VHS-Chef Michael Burgwald und seine Kollegen auf das Prinzip Hoffnung. Am 8. Februar soll das Frühjahrssemester starten – „aber ob das so klappt, wie wir es uns wünschen, steht noch in den Sternen“. Die Resonanz ist bereits in den ersten Tagen nach Veröffentlichung des neuen VHS-Programms sehr gut. Erste Anmeldungen liegen vor, und der ein oder andere Kurs sei auch schon ausgebucht, erklärt Burgwald in einem Gespräch mit der Rotenburger Kreiszeitung. Ähnlich wie nach dem ersten Lockdown im vergangenen Jahr, sei die Planung für das neue Semester unter Berücksichtigung der erforderlichen Abstands- und Hygieneregeln erfolgt. Im Klartext: verminderte Teilnehmerzahlen und weniger Zuschauerplätze bei kulturellen Veranstaltungen.

Die Bedeutung eines umfassenden VHS-Programms und das entsprechende Interesse daran sind groß – das stellt Burgwald sehr selbstbewusst fest. Und das, obwohl diesmal alles irgendwie anders ist. „Eigentlich herrscht hier im Kantor-Helmke-Haus das blühende Leben, sobald das Heft erschienen ist.“ Die Menschen kommen, um sich anzumelden, um Fragen loszuwerden, um für sie wichtige Dinge im Vorfeld abzuklären. Und jetzt? „Nun erreichen uns die Anfragen per Telefon oder per E-Mail, nur wenige Gäste kommen zu uns ins Haus.“ Auch die Anmeldungen nehmen die Kunden in der jetzigen Phase überwiegend online vor. „Das alles ist außergewöhnlich“, unterstreicht Burgwald, „das alles bringt nur wenig Freude.“

Fragezeichen und Optimismus

Der Blick auf den Semester-Start am 8. Februar ist also von Fragezeichen, aber auch von Optimismus geprägt. Zurzeit, also bis Ende dieses Monats, wäre der komplette VHS-Betrieb auf Eis gelegt. „Das tut nicht weh, weil wir ja eh erst im nächsten Monat loslegen möchten.“ Doch diese Situation dämpfe ein wenig den Optimismus. Vorstellbar sei, dass nach dem Lockdown zunächst alle offenen Angebote auf Eis gelegt sind. Dann wäre zunächst nur abschlussbezogene Lehrgänge für Schulabschlüsse, Integrations- und Deutschkurse realisierbar.

Im Zweifelsfall muss man flexibel reagieren

„Das bedeutet, wir müssen warten, wie es weitergeht, und dann flexibel reagieren“, sagt der VHS-Chef. Im Fall der Fälle würde die VHS sämtliche offenen Angebote nach hinter verlegen und die Inhalte entsprechend reduzieren. Dennoch sei es wichtig, dass sich die Interessenten anmelden, damit im Falle von erforderlichen Verschiebungen die Teilnehmer direkt zu erreichen und damit zu informieren sind.

Nicht nur die Volkshochschule in Rotenburg, sondern auch die anderen im Elbe-Weser-Raum zeigen sich mutig in diesen Tagen und planen den Start in das erste Semester des neuen Jahres. Burgwald: „Wir stehen in Kontakt – bis auf Zeven starten alle im Februar.“

Mehr online als bisher

Verbunden mit dem Prinzip Hoffnung ist das Motto „Mehr online als bisher“. Die Vortragsreihe „VHS-Wissen live“ wird ausschließlich über das Internet angeboten, und auch ein Kunstkurs mit Barbara Brockmann findet ausschließlich online statt. In Sachen Finanzbuchhalter bleiben die Teilnehmer der insgesamt 15 Module zu Hause – und wer einen der Termine verpasst, kann auf ein entsprechendes Video zugreifen.

Mit Blick auf die Pandemie sei er nicht wirklich beängstigt, erklärt Michael Burgwald. „Aber ich vermisse eine Strategie hinter den Entscheidungen.“ Er sehe ein schweres Semester auf die VHS zukommen; mit einem mehr oder weniger normalen Betrieb sei vielleicht erst im Laufe des kommenden Jahres zu rechnen. Dabei hat Burgwald – ähnlich wie schon zu Beginn der Pandemie – besonders die Situation der freiberuflichen Dozenten im Blick. Für die sei die Frage, wann es wieder richtig losgehen kann, existenziell.

„Es ist gut, dass ihr was macht.“

Da passt es ganz gut, wenn Burgwald Mitteilungen wie diese erreichen: „Es ist gut, dass ihr was macht.“ Die VHS ist bereit, nimmt Anmeldungen entgegen und hofft weiter. Aber Michael Burgwald sagt eben auch: „Der Plan B steht.“ Man kann schließlich nie wissen, was kommt.

Das Programm, Anmeldungen und weitere Infos im Internet..

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