Auch mehrere Zeitzeugen sind morgen in Sandbostel dabei

Gedenken an die Opfer

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In der Lagerkirche gibt es morgen einen Gottesdienst.

Sandbostel - Die Befreiung der KZ-Häftlinge im Kriegsgefangenen-Mannschafts-Stammlager Stalag X B durch die britische Armee jährt sich morgen zum 70. Mal. Vor diesem Hintergrund lädt die Stiftung Lager Sandbostel in die Gedenkstätte ein. Diese Gedenkveranstaltung ist traditionell dreigeteilt.

Sie beginnt um 16 Uhr auf der Kriegsgräberstätte – dem ehemaligen Lagerfriedhof – in Sandbostel. Landrat Hermann Luttmann und der ehemalige polnische Kriegsgefangene Wiktor Listopadzki sprechen zu den Teilnehmern. Anschließend erfolgt eine multireligiöse Gebetsreihe mit einem jüdischen, einem römisch-katholischen, einem russisch-orthodoxen, einem muslimischen und einem evangelischen Geistlichen. Zum Abschluss findet auf dem Lagerfriedhof eine Kranzniederlegung statt.

Um 17.30 Uhr wird die Gedenkveranstaltung in der ehemaligen Lagerküche auf dem Gelände der Gedenkstätte fortgesetzt. Regierungsdirektorin Claudia Schanz hält für das niedersächsische Kultusministerium eine Ansprache, und Oberlandeskirchenrat Rainer Kiefer überbringt ein Grußwort der evangelischen Landeskirche Hannovers. Anschließend lesen Konfirmanden aus ihrem Projekt „Briefe an die Überlebenden“ und gedenken der Menschen, die in Sandbostel gestorben sind.

Abschließend sprechen der ehemalige italienische Militärinternierte Michele Montagano und der ehemalige polnische Kriegsgefangene Edmund Baranowski zu den Teilnehmern. Im Anschluss findet am Gedenkstein für die in Sandbostel verstorbenen Kriegsgefangenen und KZ-Häftlinge eine Kranzniederlegung statt, und es besteht die Möglichkeit des individuellen Gedenkens.

Ab 19 Uhr wird ein ökumenischer Gedenkgottesdienst in der „Lagerkirche“ gefeiert, an dem unter anderem der Beauftragte für die Friedensarbeit der evangelischen Landeskirche Hannover, Pastor Lutz Krügener, und Fiona Solman, Pastorin der anglikanischen Kirche, teilnehmen.

Mit Edmund Baranowski (Polen), Harry Callan (Irland), Roger Cottyn (Belgien/Deutschland), Wiktor Listopadzki (Polen) und Michele Montagano (Italien) nehmen fünf Überlebende an der Gedenkveranstaltung teil. Zahlreiche Angehörige aus ganz Europa, Vertreter der Botschaften aus Italien, Rumänien und der Ukraine, aus der Landespolitik sowie des Landkreise Rotenburg haben ihr Kommen zugesagt.

Übrigens: In einem Interview mit dem Gedenkstätten-Leiter lesen Sie am Mittwoch bei uns das Wichtigste über die Geschichte des Lagers Sandbostel.

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