Rotenburger Quote liegt jetzt bei 4,2 Prozent 

Arbeitslosigkeit steigt im Juli leicht an

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Die Agentur für Arbeit in Rotenburg hatte im vergangenen Monat wieder etwas mehr Kunden zu betreuen. 

Rotenburg - Von Guido Menker. Die zweite Jahreshälfte beginnt auch im Landkreis Rotenburg mit steigenden Arbeitslosenzahlen. „Diese Zunahme fällt in diesem Jahr allerdings deutlich moderater aus“, sagt Oliver Lemke, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit in Rotenburg. 3 813 Frauen und Männer waren im Juli arbeitslos gemeldet. Das waren 183 mehr als im Juni. Die Arbeitslosenquote stieg damit von 4 auf nun 4,2 Prozent.

„Die zweite Jahreshälfte beginnt, wie schon in der Vorjahren, mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit. Grund für diese Entwicklung sind die Sommerferien und das Ende von betrieblichen und schulischen Ausbildungsgängen“, erklärt Lars Spieker, Geschäftsführer „Operativ“ der auch für den Landkreis Rotenburg zuständigen Agentur für Arbeit in Stade. Zusätzlich strömten Schulabgänger auf den Arbeitsmarkt, die sich bei erfolgloser Stellensuche vorübergehend arbeitslos meldeten. Auf dem Arbeitsmarkt herrschten während der Sommermonate allgemein geringere Aktivitäten aufgrund von Werks- und Betriebsferien. Firmen verzichteten in dieser Zeit auf Neueinstellungen oder Verlängerungen von Arbeitsverträgen, zusätzlich seien viele Umschulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen mit Beginn der Ferien beendet worden, so Spieker in seiner Stellungnahme am Dienstag.

Im Landkreis Rotenburg stieg die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat um fünf prozent an, aber gegenüber dem Juli des vergangenen Jahres ist sie um 5,9 Prozent geringer, sagt Oliver Lemke bei einem Blick auf das umfassende Zahlenpaket.

Von den aktuell 3 813 Arbeitslosen im Landkreis Rotenburg beziehen 2 393 Hartz-IV, während 1 420 ihr monatliches Einkommen von der Agentur für Arbeit beziehen. Oliver Lemke und auch Gregor Stein als Leiter des Rotenburger Jobcenters sind allerdings sehr zuversichtlich, dass viele von ihnen schon bald wieder einen festen Job finden werden. Stein: „Der Arbeitsmarkt ist zurzeit sehr aufnahmefähig.“ Und: Im Juli waren immerhin 1 800 Stellen gemeldet. Um diese Zahl einschätzen zu können, lohnt sich ein Blick auf die gemeldeten Stellen in den vergangenen Jahren. Im Juli 2016 lag sie bei 1 402, im vergangenen Jahr bei 1 605. In dieser Statistik zeigt der Pfeil im sechsten Jahr in Folge nach oben. Die meisten zurzeit gemeldeten Stellen kommen aus dem Bereich Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung. Recht groß ist das Angebot auch im Bereich Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit.

Positiv aus Sicht des Jobcenters ist eine andere Entwicklung: Die Zahl der auf Hartz-IV angewiesenen Bedarfsgemeinschaften ist im Juli um 33 auf 3 800 gesunken, stellt Gregor Stein fest.

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