14 Teilnehmer im Volkshochschul-Kurs von Oula Ghadbouni-Hachem

Arabisch liegt im Trend

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Oula Ghadbouni-Hachem (M.) hilft Maja Janiec (l.) aus Rotenburg und Kornelia Weyhausen aus Visselhövede beim Lernen. Arabisch ist nicht leicht, sagt die 35-jährige Volkshochschul-Dozentin, die aus dem Libanon stammt.

Rotenburg - Von Guido Menker. Sie kommen aus Rotenburg und Verden, aus Visselhövede, Nienburg und Zeven. Und sie alle haben den gleichen Wunsch: Sie möchten Arabisch lernen. Oula Ghadbouni-Hachem macht es möglich. Sie hat nach sechs Jahren wieder einen Sprachkurs an der Volkshochschule (VHS) in Rotenburg angeboten – und der ist ausgebucht.

14 Teilnehmer treffen sich einmal in der Woche für 90 Minuten zum Unterricht. „Aber ohne Hausaufgaben und Üben geht es nicht“, sagt Uwe Radtke aus Verden. Er ist in diesem Kursus allein unter Frauen. „Ich habe neue Mitbürger, und mit denen möchte ich mich unterhalten können“, erklärt er. Deutsch sei für die Flüchtlinge schwer zu lernen – da wolle er ihnen einfach ein wenig entgegenkommen. In Langwedel arbeitet er ehrenamtlich im internationalen Café mit. „Dabei hilft es mir, ein bisschen was von der Sprache zu verstehen.“ Für Maja Janiec war ein Urlaub in Ägypten vor wenigen Monaten Anlass, sich mit Arabisch zu befassen. Es sei doch nett, wenn man auf Reisen zumindest ein paar Höflichkeitsformeln drauf habe. Die Schrift habe zudem etwas Meditatives – „das ist fast wie beim Malen“, meint die Arabisch-Schülerin.

In diesem Kursus lernt sie aber nicht nur die Sprache, sondern sie erfährt auch viel über die Kultur. Das, betont Oula Ghadbouni-Hachem, sei ihr ganz wichtig. Deshalb gehe sie im Anfängerkursus auch nicht nach Lehrbuch vor, sondern erarbeite zu Hause selbst den Inhalt der jeweils nächsten Stunde. Sie setzt auf Abwechslung. Und so bringt sie auch mal ein paar typisch arabische Köstlichkeiten mit. Nicht zuletzt deshalb ist der Unterricht eigentlich mehr wie ein Treffen unter guten Freunden. Begeistert von dieser Lernatmosphäre ist auch Kornelia Weyhausen aus Visselhövede. Sie arbeitet in der Gastronomie und meint, „man könnte es ja mal gebrauchen“.

Ararbisch liegt ganz offensichtlich im Trend. Nicht nur in Rotenburg. „Klar, das hat auch was mit der weltpolitischen Lage zu tun“, vermutet die Dozentin, die im Lbanon Jura studiert hat, sich jetzt aber vor allem um ihre Familie kümmert. Doch damit allein sei das nicht zu erklären. Allein vier der 14 Teilnehmer ihres Kurses arbeiten mit Flüchtlingen – ehrenamtlich, aber auch hauptberuflich. Für sie sei es da von besonderem Interesse, Arabisch kennenzulernen.

Eine schwere Sprache, wie Ghadbouni-Hachem selbst sagt. Geschrieben wird sie von rechts nach links, und das Alphabet mit seinen 28 Buchstaben zu lernen, erfordere ebenfalls viel Geduld und Übung. Was die Dozentin unterstreicht: Arabisch sei schön, es gebe viele Bilder in der Sprache. Gelehrt werde an der VHS das Hocharabisch.

Die Teilnehmer – unter ihnen Beamte, Apotheker, Krankenschwestern und Gymnasiasten – zeigen sich begeistert, und Janiec, Weyhausen und Radtke sind sich sicher: Den Nachfolgekursus werden sie ebenfalls buchen. Aber die arabische Begrüßung kommt schon sehr selbstsicher über ihre Lippen.

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