Beim Sprachaustausch in der Michaelskirche profitieren alle Teilnehmer

Arabisch-Deutsch-Arabisch

Abduljabar Zaitoun (r.) und Ahmad Mhemeed (l.) haben einen Willkommensgruß für die Teilnehmer am Sprachaustausch an die Tafel im Gemeindehaus der Michaelskirche geschrieben. - Foto: Goldstein

Rotenburg - Von Heinz Goldstein. Die syrischen Flüchtlinge Abduljabar Zaitoun (38) und Ahmad Mhemeed (26) leben seit Dezember in Rotenburg. Sie haben beide an der Volkshochschule in der Kreisstadt Deutsch gelernt. Zwar hakt es hier und da noch, aber sie haben genug Kenntnisse, um im Alltag zurechtzukommen. „Wir sind hier hervorragend aufgenommen worden“, so die Syrer. Nun wollten sie etwas davon zurückgeben, was sie bekommen haben und vermitteln den Rotenburgern Arabisch-Sprachkenntnisse für den täglichen Gebrauch.

In Kooperation mit der evangelischen Michaelsgemeinde und dem „Kaufhaus Rotenburg“ bieten sie seit Montag und noch bis zum 26. August, immer montags, mittwochs und donnerstags von 18 bis 20 Uhr, im Gemeindehaus an der Bischofstraße diese Weiterbildung an. Damit wollen sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Auf der einen Seite erfahren die knapp 30 deutschen Teilnehmer unter anderem arabische Ausdrücke des Alltags wie zum Beispiel „Guten Tag“ oder „Wie geht es Dir?“ in Wort und Schrift, und auf der anderen Seite erweitern die beiden Initiatoren aus Syrien ihre Deutschkenntnisse. Die Teilnehmer werden langsam an die Sprache herangeführt, um am Ende einfache Gespräche in Arabisch führen können, so die Intention der beiden Flüchtlinge. „Wir lernen uns beim Kurs näher kennen. So rücken beide Kulturen vielleicht etwas näher zusammen“, hofft Zaitoun.

Christiane Köditz ist aus Neugier dabei. „Außerdem finde ich die Schrift so schön“, erklärte sie gegenüber der Kreiszeitung. Frauke Hauck hat Gefallen am Angebot gefunden und empfindet es als eine sympathische Geste, wenn man jemanden in seiner Sprache begrüßen kann. Das Verständnis werde gefördert. Richard Libich interessiert sich für die Kultur und hat zudem im Moment viel Zeit. „Warum nicht etwas Sinnvolles damit anfangen“, hat er sich gedacht und freut sich auf das, was auf ihn zukommt.

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