Diskussion auf Einladung der CDU

Anwohner informieren sich über Bebauungsplan im Wohngebiet Appelhorn

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Der Fraktionsvorsitzende der CDU, Klaus Rinck (l.), und der Gemeindeverbandsvorsitzende Eike Holsten in Unterstedt. 

Unterstedt - Von Heinz Goldstein. Das Interesse der Anwohner an den Rotenburger Straßen Appelhorn, Im Teich, Fasanenweg, Rosenweg und Zwischen den Wassern zur baulichen Entwicklung in diesem Bereich ist groß gewesen. Mehr als 50 Eigentümer oder Mieter aus diesem Gebiet sind einer Einladung zur Informations- und Diskussionsveranstaltung des Gemeindeverbandes und der Stadtratsfraktion der Rotenburger Christdemokraten im Waldhof in Unterstedt gefolgt.

Aktueller Anlass dieser Veranstaltung mit dem Ziel einer Meinungsfindung war der Antrag eines Anwohners, auf seinem Grundstück hinter seinem Wohnhaus einen Bungalow an der Straße Appelhorn zu bauen. Er war an diesem Abend mit von der Partie. Für das dortige Gebiet gibt es aber keinen Bebauungsplan, der würde jedoch in diesem Fall mehr Rechtssicherheit schaffen, hieß es seitens des Grundstückeigentümers.

Im Laufe des Abends schälten sich nach anfänglichen Schilderungen und Ansichten von Einzelfällen der Grundstückseigentümer zwei Tendenzen heraus: Den Gegnern eines Bebauungsplanes standen Befürworter gegenüber, die aber einschränkend eine Beteiligung bei der Erstellung des Planes durch die Stadt Rotenburg einforderten. Beide Seiten waren sich aber darin einig, dass eine Bebauung mit mehrstöckigen Mehrfamilienhäusern für sie aus vielerlei vorgebrachten Gründen nicht akzeptabel sei.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Klaus Rinck erklärte zu Beginn, dass ein solcher Plan auch auf einen kleinen Bereich in dem Gebiet festgelegt werden kann. Er sei aber der Meinung, dass die Bürger auf alle Fälle an solch einer Entscheidung beteiligt werden müssen. „Wir wollen heute erfahren, wohin eigentlich die Mehrheit tendiert, damit wir das Ergebnis in die Gremien mitnehmen können“, sagte er zur Begrüßung.

Diskussionsleiter hatte alle Hände voll zu tun

Viele Diskussionsbeiträge gingen zwar am Thema vorbei, und der Diskussionsleiter Eike Holsten MdL (Gemeindeverbandsvorsitzender) hatte alle Hände voll zu tun, die hitzige Diskussion auf das Kernproblem zu lenken. Einige Anwohner sehen ein erhöhtes Verkehrsaufkommen voraus. Außerdem glauben sie, dass zudem zu viel Grün dem Beton weichen könnte.

Einer hohen Besiedlungsdichte und dem damit größeren Verkehrsaufkommen könnte aber durch einen konkreten Bebauungsplan mit Anwohnerbeteiligung entgegengewirkt werden, so einige Stimmen aus der Diskussionsrunde. Den Anwohnern der Wittorfer Straße stößt bereits aktuell der Ausweichverkehr der Brauerstraße durch „ihre“ Straße ziemlich sauer auf. Der Charakter des Wohngebietes müsse unbedingt erhalten bleiben, hieß es weiter. Einige Anwohner sind sich sicher, dass sich das durch einen Bebauungsplan ändern könnte.

Die CDU-Politiker versprachen, die vorgebrachten Denkanstöße in der gleich nach der Veranstaltung an gleicher Stelle folgenden Fraktionssitzung zu besprechen, um eine einheitliche Richtung zu dieser Thematik festzulegen.

Gute Resonanz bestätigt CDU

„Die Resonanz auf unsere Einladung zeugt von größtem Interesse der Anwohner des Gebiets im Appelhorn an der zukünftigen Entwicklung ihres Wohngebietes“, so Holsten. Eine große Mehrheit wünsche sich eine homogene Weiterentwicklung der Strukturen ihres Gebietes und zeigt sich teils irritiert über bisherige Lückenbebauungen, die sich in ihren Augen nicht in das Vorhandene einfügen. „Wir sehen als CDU-Fraktion unseren Auftrag darin, diesen Rotenburgern bei der Verwaltung von Landkreis und Stadt Gehör zu verschaffen.“

Ob dies auch durch die Aufstellung eines ordentlichen Bebauungsplans erfolgen muss, werden weitere Beratungen in der Fraktion, aber auch mit der Verwaltung und den anderen Fraktionen aufzeigen, lautet das Fazit der CDU. „Die Entwicklung wie bisher einfach nach einem eher zufälligem Muster weiter laufen zu lassen, halten wir aber nicht für richtig“, sind sich die Christdemokraten einig.

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