Betrugsfall: Amtsgericht vertagt Verhandlung

Zweifel an Rolle des Angeklagten

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Mediengruppe Kreiszeitung

Rotenburg - Verwirrung im Prozess gegen einen 33-Jährigen am Amtsgericht Rotenburg: Der in Hamburg lebende Mann soll im Oktober 2013 online ein I-Phone inklusive Vertrag bestellt haben – in der Absicht, nicht zu bezahlen. Die Tat an sich ist bewiesen, bei der Rolle des Angeklagten gibt es jedoch Zweifel.

Der Beschuldigte hatte nach eigener Aussage das Telefon lediglich in Empfang genommen – im Auftrag einer Person namens Thomas, die er in einem Wettbüro am Hamburger Hauptbahnhof kennengelernt hatte. Zu diesem Zweck bekam der Angeklagte einen gefälschten Ausweis mit Namen eines Thomas S. und Adresse in Rotenburg. 80 Euro habe er dafür erhalten, vom vermeintlichen Auftraggeber wisse er nur den Vornamen und eine – mittlerweile inaktive – Telefonnummer.

Soweit deckt sich dies mit der Aussage eines Nachbarn, der den Angeklagten dabei beobachtet hatte, wie er den Paketboten in Rotenburg abfing und danach sogleich das Paket wegschmiss, den Inhalt aber behielt. Das Gericht will prüfen, ob der Auftraggeber und der auf dem Ausweis genannte Thomas S. dieselbe Person ist. Der war zwar als Zeuge geladen, hat sich aber entschuldigen lassen. Kein Zeuge konnte dazu eine zweifelsfreie Angabe machen, die Verhandlung wurde vertagt. Klarheit soll nun die erneute Ladung von S. bringen.

mro

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