Auf Sonne folgt ungewöhnlich kühles Herbstwetter

Altweibersommer auf Abwegen

Nach dem Regen tauchte im September der ein oder andere Regenbogen auf. Foto: acb

Rotenburg - Von Reinhard Zakrzewski. Am Rande eines kräftigen Skandinavienhochs setzt sich über das Wochenende freundliches, aber mit östlichen Winden auch ungewöhnlich kühles Herbstwetter durch. Ab Dienstag wird es aus Westen zwar etwas milder, doch dafür bekommen wir wiederholt die atlantische Wind- und Regenklatsche ab.

Am Wochenende wechseln sich Sonne und lockere Quellwolken ab und es ist durchweg trocken. Gebietsweise müssen sich am Sonntagmorgen auch noch Nebelfelder auflösen. Bei einem lebhaften Ostwind bleiben die Höchstwerte mit zwölf bis 13 Grad eher bescheiden. Nachts geht es massiv auf null bis plus zwei Grad runter. Wo längere Zeit die Sterne funkeln ist sogar Bodenfrost drin, sodass empfindliche Garten- und Balkonpflanzen geschützt werden sollten. Montag legt die Sonne noch einen Zacken zu. Acht bis zehn Stunden sind angesagt, doch bei einem mäßigen Südostwind ist die Luft unverändert frisch. In der Nacht rutscht das Quecksilber auf etwa drei Grad ab. Ab Dienstag haben Wetterfronten aus Westen mit viel Wind und feuchttrübem Herbstwetter das Sagen. Während die Höchstwerte bis zum kommenden Wochenende bei maximal zwölf oder 13 Grad verharren, werden die Nächte mit acht bis zehn Grad spürbar milder als zuvor. Goldenes Oktoberwetter mit viel Sonne und angenehmen Temperaturen ist bis auf Weiteres nicht in Sicht.

Das gibt es auch noch: Ganz Deutschland erlebte nach langer Zeit mal wieder einen normalen Monat. Temperaturen und Sonnenschein blieben auch im Altkreis Rotenburg im üblichen Rahmen. Nur bei den Niederschlägen sorgten die letzten beiden Tage – eher zufällig – noch für einen massiven Überschuss in der Bilanz.

Klimatisch pünktlich zog am 17. September mit „Ignaz“ der erste Herbststurm der Saison auf. Dazu die Regel: „St. Ludmilla (16. September) das fromme Kind, bringt gern Regen und viel Wind.“ Wie nicht anders zu erwarten war, legten er und sein Nachfolger „Mortimer“ am 30. September mit eher harmlosen Windböen von 60 bis 80 Stundenkilometern – nur vereinzelt darüber – etliche Bahnstrecken im Norden lahm.

Doch mit „Mortimer“ hatten wir auch Glück: Nach mehr als drei Wochen Trockenheit brachte das Nordseetief und eine nachfolgende Luftmassengrenze am 29. und 30. September ergiebigen Dauerregen. Dabei meldete Rotenburg in 48 Stunden eine Summe von 43 Liter pro Quadratmeter und damit rund 85 Prozent des Monatssolls, Visselhövede brachte es alleine am 29. September auf satte 35,4 Liter (58 Prozent des Monatssolls).

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