Übung der Sicherheitsbehörden

Alarm im Rotenburger Diako

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Insgesamt 16 Ortswehren aus dem Südkreis retten rund 100 Menschen aus dem Haus D des Agaplesion Diaknieklinikums in Rotenburg. Nach der Untersuchung durch die leitende Unfallärztin werdem die Geretteten zur weiteren Behandlung übergeben.

Rotenburg - Von Heinz Goldstein. „979063 von 970861 – kommen!“ Der organisatorische Leiter der Rettungsdienste des Südkreises, Carsten Heins, ruft über Funk seine Gegenstelle im Bereitschaftsraum an der Soltauer Straße. „Ich brauche sofort einen Rettungswagen für den Patienten 42. Zielklinik ist Hannover“, fordert Heins ein Fahrzeug an, als der Verantwortliche antwortet.

Wenige Minuten später ist der Rettungswagen am Einsatzort, nimmt den Patienten auf und fährt zur Spezialklinik in die Landeshauptstadt. Eine realistische Szene aus der Großübung der Rotenburger Sicherheitsbehörden, die am Sonnabend am Agaplesion Diakonieklinikum in der Kreisstadt stattgefunden hat. Am Ende hat sich gezeigt, dass das Zusammenspiel der Beteiligten sehr gut funktioniert, waren sich die Teilnehmer einig.

Gegen 10 Uhr stellten Mitarbeiter des Klinikums Rauchentwicklung im Keller des Gebäudes D fest und lösten Alarm aus. Nur wenigen Minuten danach waren die ersten Brandbekämpfer am Einsatzort. Mit Atemschutzgerät ausgerüstet, machte sich ein Erkundungstrupp auf den Weg in den Keller. Schnell fand er heraus, dass dort ein Feuer ausgebrochen war. Nach kurzer Einschätzung löste der Einsatzleiter Großalarm aus. Weitere 16 Ortswehren fuhren zum Bereitstellungsraum an der Soltauer Straße. Die Polizei übernahm indes großräumig die Verkehrssicherung, um den Einsatzfahrzeugen eine schnelle Zufahrt zum Diako zu ermöglichen. Parallel zur Alarmierung der Feuerwehr hatte auch das Krankenhaus den Alarm ausgerufen, der dann nach einem festgelegten Plan ablief. Ein Stab kooperierte eng mit dem Einsatzleiter der Feuerwehr, Ortsbrandmeister Heiko Mießner, um die Rettungsmaßnahmen abzustimmen. Neben der Brandbekämpfung kümmerte sich Mießner um die Evakuierungmaßnahmen für rund 100 Menschen, und das in Absprache mit Gert-Peter Schaper vom Diako-Stab.

Nach dem Ergebnis der Erkundung der Brandwehr musste das Gebäude nämlich sofort geräumt werden. Das Feuer breitete sich schnell aus. Einige Menschen hatten sich auf das Dach gerettet und riefen um Hilfe. Das Drehleiterteam holte die Menschen herunter und übergab sie Judith Gal, die als leitende Notärztin bei allen Geretteten den Grad der Verletzung festlegte. Dargestellt durch Karten: Grün für leicht verletzt und gehfähig, Gelb für die Weiterversorgung an einem Sammelpunkt, und Rot für eine maximale Versorgung in einem Krankenhaus der Region. Frank Rütter von der Stadtverwaltung hatte die Schule als Sammelpunkt Gelb bereitgestellt. Die Krisenstab der Stadt sorgte zudem für die Verpflegung der Brandschützer.

Großübung im Diako Rotenburg

Alle Beteiligten waren mit dem Ablauf der Übung zufrieden. Eine detaillierte Analyse der schriftlichen Aufzeichnungen der Abläufe werde zeigen, wo noch Optimierungen möglich sind, hieß es beim ersten Fazit im Lagezentrum.

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