Agility-Wettbewerb auf dem Übungsplatz an der Harburger Straße in Rotenburg

Prüfung bei Hundewetter

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Die Agility-Prüfung verlangt vom Hund Top-Kondition, Geschicklichkeit und Schnelligkeit.

Rotenburg - Von Heinz Goldstein. Bei wahrem Hundewetter mit wolkenbruchartigen Regenschauern flitzen Hunde in Begleitung ihrer Besitzern über den gesteckten Geschicklichkeitsparcours. Zumindest den Hunden scheint das „Schietwetter“ nichts auszumachen. Sie erledigen ihre Aufgabe zumeist mit Bravour und freuen sich am Ziel über das Leckerli als Belohnung für die Leistung.

Corinna Schlageter vom Verein Hundefreunde Rotenburg-Scheeßel blickt besorgt gen Himmel. „Der Regen wird wohl nicht mehr aufhören“, murmelt sie an diesem Sonntagmorgen, aber den Hunden scheint es nichts auszumachen. Sie flitzen mit einer unglaublichen Wendigkeit und viel Tempo über die Strecke.

Viele Hundebesitzer aus Norddeutschland sind nach Rotenburg gekommen, um sich in der Hundesportart Agility zu messen. „Dieser Wettbewerb hat seinen Ursprung in England und wird gerne mit dem Springreiten verglichen“, erklärt Schlageter, die auch als Kampfrichterin eingesetzt ist.

Der Parcours besteht aus Hürden, Tunneln, Reifen, Wippen, Slalom und Schrägwand, die in einer bestimmten Reihenfolge bewältigt werden müssen. Dieses setze bei den Hunden einen erstklassigen Gesundheitszustand und eine Top-Kondition voraus. „Hier kommt es auf Geschicklichkeit und Schnelligkeit an. Jeder Fehler oder Verweigerung wird notiert und kommt mit in die Gesamtwertung.“ Insgesamt muss das Team aus Hund und Herrchen drei Prüfungen absolvieren.

„Wir haben die Hunde in drei Klassen je nach Größe unterteilt“, erklärt die Expertin. In der Kategorie „Small“ muss die Schulterhöhe unter 35 Zentimeter liegen, bei „Medium“ unter 43 Zentimeter und bei „Large“ über 43 Zentimeter, erklärt Schlageter. Aber nicht nur die Hunde sind konditionell gefordert. Zwar überspringen Herrchen oder Frauchen nicht wie die Vierbeiner die Hindernisse, müssen aber immer auf gleicher Höhe sein, um die Kommandos zu geben.

Am Ende gewinnen die Hunde in ihrer Klasse, die am schnellsten und mit den wenigsten Fehlern über den Parcours geflitzt sind. Dabei bleiben die Teilnehmer an diesem Tag weitgehend unter sich: Wegen des Hundewetters haben nur wenige Zuschauer den Weg zum Übungsplatz auf sich genommen.

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