Soldaten gehen ab Mittwoch nach Afghanistan

Abschiedsappell mit guten Wünschen und Tränen

Oberstabsfeldwebel Ralph Lohmann (v.l.) und Major Finn Sönnichsen erhalten vom Bürgermeister Andreas Weber das Rotenburger Ortsschild, das mit nach Afghanistan geht. - Foto: Goldstein

Rotenburg - Von Heinz Goldstein. Einige Tränen flossen am Montagnachmittag auf dem Antreteplatz in der Rotenburger Lent-Kaserne. Besonders bei denjenigen, deren Lebenspartner oder Söhne für sechs Monate in den Einsatz nach Afghanistan gehen. 46 Soldaten und eine Soldatin der dritten Kompanie des Jägerbataillons 91 waren zum Abschiedsappell in der Kaserne angetreten.

Brigadegeneral Gunter Schneider von der vorgesetzten Dienststelle in Munster und Rotenburgs Bürgermeister Andreas Weber (SPD) ließen es sich nicht nehmen, sich persönlich von den Soldaten zu verabschieden.

Die Infanteristen hatten sich ein Jahr lang intensiv auf den Einsatz am Hindukusch vorbereitet und werden ab Mittwoch mit einem Militärflugzeug vom Flughafen Köln-Bonn aus nach Nasar-e Sharif in den Norden des Krisenlandes verlegt. Die Aufträge der Soldaten werden vielfältig sein.

Im Wesentlichen besteht ihr Auftrag darin, deutsche und internationale Ausbilder sowie Mentoren zu schützen und zu den Ausbildungsstätten hin und zurück zu eskortieren. „Beherzigen Sie, was Sie als Infanterist gelernt haben. Wenn Sie diszipliniert, professionell und streng auftragsbezogen arbeiten sowie bescheiden auftreten, Ruhe bewahren, wenn es hektisch wird, und aufeinander Acht geben, werden Sie die Herausforderung bestehen“, sagte der Bataillonskommandeur der „91er“, Oberstleutnant York Buchholtz.

Rotenburgs Bürgermeister sagte zu den Soldaten: „Frieden, Freiheit und Achtung der Menschenrechte entstehen nicht von alleine.“ Vielmehr müsse auch Deutschland in der Welt für die Entwicklung dieser Werte Verantwortung übernehmen.

Die Rotenburger Bürger seien als Paten des Jägerbataillons in ihren Gedanken bei den Soldaten.

Wichtig für die Soldaten sei es, gegenseitig auf sich aufzupassen und tagtäglich füreinander einzustehen. „Zur ständigen Erinnerung an Ihren Standort gebe ich Ihnen das Rotenburger Ortsschild und die Stadtfahne mit. Beides soll Ihnen ein Gefühl von Sicherheit, Geborgenheit und Heimat geben“, so Weber. Der Militärseelsorger Bernd Kuchmetzki erteilte den Soldaten zum Abschluss des Appells den Segen Gottes.

Sylvia Beckmann aus Oberhausen hatte zwar Tränen in den Augen, aber nicht ohne Stolz sagte sie: „Auch wenn es mir schwer fällt, aber mein Sohn lebt seinen Traum, für andere Menschen da zu sein, obwohl es, wie in diesem Fall, sehr gefährlich ist.“

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