133 Abiturienten verlassen das Rotenburger Ratsgymnasium

Ein Abschied mal zwei

Iris Rehder (r.) freut sich mit den Absolventen, die einen Notendurchschnitt mit einer Eins vor dem Komma erreicht haben. - Fotos: Quebe

Rotenburg - Von Inken Quebe. Passend zum Abschlusslied waren auch die Emotionen: Als „Happy“ von Pharell Williams gespielt wurde, klatschte und sang das Publikum in der Aula des Ratsgymnasiums mit. Schließlich waren alle gestern glücklich darüber, erneut 133 frischgebackene Abiturienten unter sich zu haben.

Allen voran war das Iris Rehder, die sich mit diesem Jahrgang nach eigener Aussage besonders verbunden gefühlt hat, war sie doch nicht nur Schulleiterin, sondern auch Mutter: „Die Abientlassfeier meiner Tochter war gestern“, berichtete sie aus ihrem Privatleben. So ließ sie sich es nicht nehmen, ihren scheidenden „Schützlingen“ noch ein paar Tipps für das weitere Leben mit auf den Weg zu geben. In Zeiten, in denen alles und alle immer mehr zu beschleunigen scheinen, mahnte sie zur Entschleunigung: „Wer kann es sich heute noch leisten, in Ruhe ein Buch zu lesen?“ Es brauche Zeit für kreative Lösungen, versicherte sie.

Doch Rehder war nicht die Einzige, für die es ein besonderes Schuljahr war. Denn mit den Absolventen verlässt auch deren Jahrgangstutorin Petra Lies nach 40 Jahren das Ratsgymnasium. Dementsprechend fühlte sie sich „mit diesem Jahrgang besonders verbunden“.

Wissenschaftlicher ging es da schon bei den Lehrern Maike Clüver und Ulf Konrad zu, die sich auf das von den Schülern gewählte Motto „SemipermeABIlität – Nur die Besten kommen durch“ gestürzt hatten und nicht müde wurden, die vergangenen Jahre auf humorvolle Weise Revue passieren zu lassen. Schließlich hatten die Absolventen einige Macken offenbart: Unpünktlichkeit und die Liebe zu Wikipedia als vermeintlich sichere Quelle waren nur zwei davon.

Zusätzlich zu den Beiträgen des Orchesters und des Chores sowie Nachwuchs-Sopranistin Henriette Kirchhoff traute sich auch ein Elternteil, einen musikalischen Höhepunkt auf die Bühne zu bringen. Vater Stephan Orth nahm nicht nur den eigenen Sohn humorvoll auf die Schippe, sondern brachte auch die zwiegespaltenen Emotionen der Eltern mit dem Lied „Kleines Mädchen“ von Reinhard Mey auf den Punkt: „Kinder sind uns ja nur für kurze Zeit gelieh’n, Und sie sind ja gekommen, um weiterzuzieh’n. Doch sie gehen zu lassen, ist die schwerste Lektion.“

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