Ein Abend mit Luther

Großer Zuspruch bei Veranstaltung von „mittendabei“ in der Kirche

Eine volle Kirche Zum Guten Hirten zum besonderen Anlass – eine rundum gelungenen Veranstaltung, so die Organisatoren.

Rotenburg - Die Augen gingen beim Eintreten überrascht nach oben, dann schweiften die Blicke durch die Weite der hell erleuchteten Kirche: Ein ganz neuer Raumeindruck bot sich den Gästen der Rotenburger Stiftung „mittendabei“, die am Freitag zu einem Lutherabend in die Kirche Zum Guten Hirten eingeladen hatte.

„Toll“, kommentierten viele Gäste das Konzept. „Kirche einmal anders“, sagte der frühere Stadtdirektor Ernst-Ulrich Pfeifer. „Sehr gelungen“, lobte Bauunternehmer Rainer Behrens – beide Gäste der Stiftung für Menschen mit Behinderung. Die Gastgeber, Jutta Wendland-Park, Thorsten Tillner und Hans Dieter Werwoll vom Stiftungsvorstand, freuten sich über eine volle Kirche.

Runde Tische statt Kirchenbänke, Bistro-Tische luden zum Gespräch bei Wein von Saale und Unstrut, Wartburg-Pils und frischen Thüringer Würsten ein. „Unkompliziert und nett“, äußerte sich Psychotherapeutin Johanna Perry, deren kleine Tochter „den Akkordeonspieler“ gerne hören wollte. Dies war an diesem Abend Kantor Stephan Orth, der den Vortrag von Pastor Peter Handrich – auch an der Orgel – mit Interpretationen von Lutherlieder begleitete. Die Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers legt im Rahmen einer Bonifizierungsaktion zu jedem Euro, der kirchlichen Stiftungen wie der Stiftung „mittendabei“ zugewandt wird, 33 Cent dazu. Große Freude herrschte bei den Organisatoren über das hohe Spendenaufkommen: 3 445 Euro waren zusammengetragen worden, so Silke Sackmann, Leiterin der Stiftungsarbeit. „Zusammen mit dem Zuschuss der Landeskirche sind das 4 600 Euro.“

Moderatorin Silke Sackmann, Pastor Peter Handrich und Kantor Stephan Orth. - Fotos: Wollschlaeger

Handrichs Vortrag, der in der voll besetzten Kirche durch Luthers Leben führte, lud beim Thema Sprache immer wieder zum Schmunzeln ein: Bibelrevisoren hatten 1975 anstelle des kaum mehr bekannten Wortes „Scheffel“ zum „Eimer“ gegriffen und damit für einen Aufschrei gesorgt. Sang und klanglos verschwand diese Auflage, die heute nicht einmal mehr im Internet zu finden ist. „Ich werde sie in Antiquariaten suchen“, sagte Schulleiterin Iris Rehder amüsiert. „Die schenke ich meiner Tochter! Sie wird Theologin.“

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