A-Capella-Formation „Take This“ bereitet abendfüllendes Programm in der Realschule vor

Große Bühne für vokale Saisonarbeiter

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Die „Quartalssänger“ bereiten sich aufs Konzert vor.

Rotenburg - Ein später Sonntagvormittag: Die Einfahrt des Einfamilienhauses irgendwo im Landkreis ist zugeparkt mit Autos, aus dem Wohnzimmer dringt Gesang, dann Gelächter, dann wieder Gesang. Fünfstimmig, harmonisch, rund. Der reißt unvermittelt mit der Haustürklingel ab: Der Pizzabote bringt die kulinarische Verschnaufpause.

Seit einigen Monaten treffen sich Gerd Hachmöller, Stephan Anders, Manfred Jäger sowie Stefan und Karsten Henning zweimal die Woche: Das nächste Konzert der „ältesten Boygroup des Landkreises“, wie sie sich selbst gern nennen, steht vor der Tür.

Wenn die A-Capella-Truppe „Take This“ am Samstag, 13. Februar, um 19 Uhr in der Aula der Realschule schwedische Volkslieder ebenso geschmeidig anstimmt wie die der Vorbilder „Wise Guys“ , wird es für die „Quartalssänger“ – die ambitionierten Hobbymusiker gehen geregelten Vollzeitjobs nach und legen nur alle zwei Jahre ein abendfüllendes Konzert auf – ein besonderer Auftritt. „Nach dem Ahauser Herbst und der Michaelskirche im November 2014 ist das nochmal eine Nummer größer, sowohl von der Bühne her als auch, was die Zuschauerzahlen angeht“, meint Stefan Henning fast ehrfürchtig. Dem hat man Rechnung getragen: Mit Carsten Siefke setzt erstmalig ein professioneller Licht- und Tontechniker das Sextett in Szene.

Was die Zuschauer erwartet? „Rund ein Drittel der Lieder sind neu im Programm, von skandinavisch-romantisch bis zu provokant“, erzählt Stefan Henning, und Stephan Anders ergänzt: „Wir geben praktische Lebenshilfe, vom Saunabesuch bis zum Gassi gehen – zu sagen, wir wären auf den Hund gekommen, wäre aber übertrieben!“, frotzelt er. Hachmöller verspricht vollen Körpereinsatz: „Das haben wir mit unserem Tanztherapeuten eingeübt!“ Es folgt eine herrliche Blödelei zwischen Margarita und Fungi, bei dem nur Grandseigneur Karsten Henning sich distanziert, „entschieden und von allem!“ – nicht zum ersten Mal.

Es ist die Mischung aus hohem musikalischen Niveau, dem absoluten Willen zum Kalauern und der guten Chemie, die viele Besucher seit Jahren zu Wiederholungstätern macht. Denn auch das kabarettistische Klientel werde bedient, „und auch das Publikum wird aktiviert!“, verspricht Stefan Henning.

Dem Tag X sehen alle mit großem Respekt entgegen: „Das ist schon eine andere Nummer!“, meint Manfred Jäger. Einmal haben die Fünf fast geschwankt, den Auftritt abzusagen: „Das war nach dem Maybebop-Konzert im Dezember – die sind einfach unfassbar gut!“, so Hachmöller. Aber bei der A-Capella-Nacht im Saal einer Dorfkneipe in Bunnen im vergangenen Oktober, wo fünf Gruppen gegeneinander antraten, auch beim Trinken an der Theke und auch der Wirt mitgesungen habe: „Da waren wir Maybebop“!

Wer auf die sechs Musiker und die noch in der Feder befindliche Hymne „Rotenburglied“ 2.0 gespannt ist, kann Karten im Vorverkauf bei der Buchhandlung Müller in Rotenburg oder bei der Sonnenapotheke in Scheeßel zum Preis von zwölf Euro (ermäßigt acht Euro) erwerben.

hey

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