Richtfest beim 900.000-Euro-Projekt

Heilpädagogische Kinder- und Jugendheime Rotenburg feiern Neubau

Zum Richtfest des Neubaus der Heilpädagogischen Kinder- und Jugendheime Rotenburg kamen rund 100 Gäste. Ende des Jahres soll die Wohnanlage fertig sein. - Foto: Ujen

Rotenburg - Von Joris Ujen. Die Heilpädagogischen Kinder- und Jugendheime Rotenburg haben gestern das Richtfest ihres Neubaus für eine Wohnanlage mit rund 100 Gästen gefeiert. Der Verein legt bei dem Bauvorhaben großen Wert darauf, dass es den neuesten pädagogischen und ökologischen Standards entspreche. Landrat Hermann Luttmann sowie Bürgermeister Andreas Weber (SPD) waren ebenfalls zugegen, um sich über den aktuellen Bauprozess zu informieren.

Das rund 900.000 Euro teure Bauprojekt werde bei Fertigstellung, die für Ende des Jahres vorgesehen sei, Einzelzimmer für neun Kinder und Jugendliche bieten. Ein Novum wird laut Einrichtungsleiter Rainer Orban ein Zimmer für die Eltern der zu betreuenden Kinder sein. „Wir wollen unsere heilpädagogischen Wurzeln weiterführen“, betonte Orban beim Richtfest. Bürgermeister Weber freute sich, „dass hier ein schönes Gebäude entstehen wird, auf einer Fläche, die nicht so beliebt war“. Die gute zentrale Lage an der Straße Hinter dem Bahnhof hob Landrat Luttmann in seiner Rede hervor. Zudem betonte er die immer wichtiger werdende pädagogische Arbeit, die auch nicht leichter werde.

Luftwärmepumpe soll Abhängigkeit von Öl und Gas verhindern

Beauftragt hatte die Einrichtung den Architekten Edgar Rathjen. Aufgrund der Nähe zum Bahnhof sollen Kunststofffenster mit Wärme- und Schallschutz-Verglasung für Ruhe sorgen. Energetische Aspekte sollen laut Rathjen ebenfalls berücksichtigt werden. Dafür soll eine Luftwärmepumpe sorgen, die die von der Sonne aufgewärmte Außenluft zum Heizen und Aufbereiten des Warmwassers nutzt und dadurch nicht auf Öl oder Gas angewiesen ist. Gespeichertes Regenwasser solle zudem für die Toilettenspülung verwendet werden.

Für die Stromversorgung soll eine Photovoltaikanlage auf dem Dach zum Einsatz kommen, der restliche Bedarf komme von einem externen Anbieter. Mit einem Mauerwerk im Erdgeschoss und einem Holzrahmenbau im oberen Stockwerk werden nachhaltige Baustoffe verwendet. „Durch die Maßnahmen sind wir autark und bieten eine sehr nachhaltige Wohnanlage an. Wichtig ist uns auch, dass wir kostenschonend arbeiten und das tun wir auch“, sagte der Einrichtungsleiter.

Atmosphäre im Haus muss stimmen

Neben der Fassade werde aber auch viel Wert auf die Atmosphäre innerhalb des rund 320 Quadratmeter großen Gebäudes gelegt. Den Mittelpunkt des Hauses soll ein Grundofen im Aufenthaltsbereich bilden.

Ende des Jahres werde der Verein zeitgleich mit der Eröffnung des Neubaus auch eine Fünf-Tages-Gruppe – mit dem Ziel der Rückführung der Betreuten in ihr Elternhaus – eröffnen, erzählte Orban.

Der Verein Heilpädagogische Kinder- und Jugendheime Rotenburg wurde 1979 gegründet. Seitdem habe sich die Einrichtung mit ihren Angeboten kontinuierlich weiterentwickelt. Heute werden rund 90 Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und ihre Familien über die trägereigene Einrichtung und Schule betreut. Weitere Infos online.

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