„Schwarzmüllerei“

70. 000 neue Chips

Die alten Kontrollmarken auf den Mülltonnen haben ausgedient. Foto: Krüger

Der Landkreis will die „Schwarzmüllerei“ eindämmen und setzt auf elektronische Überprüfung. Im kommenden Jahr haben die bisherigen Kontrollmarken auf den Mülltonnen in der Region ausgedient, ersetzt werden sie durch Transponder. Die werden jetzt ausgegeben.

Rotenburg – Die Einführung des Mülltonnen-Transponderchips war eine der Bedingungen, die an die Neuausschreibung für die Restabfallsammlung und den -transport ab Juli geknüpft war. lm Kreisgebiet war und ist das Sache der Firma Remondis mit ihrer Tochter Oetjen, entsorgt wird der Abfall dann in der Müllverbrennungsanlage Hamburg Rugenberger Damm. Im Landkreis entfällt damit künftig das Bekleben der insgesamt rund 70 000 registrierten Restabfallbehälter mit neuen Kontrollmarken. Alle Restabfall- und Altpapierbehälter bekommen einen Transponder, der vom Müllfahrzeug automatisch ausgelesen werden kann. Ab dem Jahr 2020 werden dann nur noch Restabfall- und Altpapierbehälter geleert, die über einen solchen zugelassenen Transponder verfügen und beim Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises registriert sind.

In den Transpondern sind keine persönlichen Daten gespeichert, sondern nur ein 16-stelliger Code, verspricht der Landkreis. Das Müllfahrzeug erkenne daran, ob die Tonne bei der öffentlichen Abfallentsorgung des Landkreises angemeldet ist. Im Chip ist nur die Information zur Größe des gebuchten Müllvolumens und der Standort hinterlegt – eine Abrechnung nach Gewicht ist im Landkreis Rotenburg anders als in anderen Landkreisen bislang nicht geplant.

Der Transponder wird an der Unterseite des vorderen Behälterrandes in einem vorhandenen Chipnest befestigt. Im Rahmen der Umstellung gibt es keine Veränderung des Abfuhrsystems oder des Abfuhrrhythmus, alles bleibt wie gehabt. Der Landkreis hat für die Anbringung der Transponder das Unternehmen „c-trace S&L GmbH“ beauftragt. Das sogenannte Chippen beginnt nach den Sommerferien und endet Ende Oktober. Die Bewohner der jeweils betroffenen Gebiete werden vorab schriftlich über den Termin und den Ablauf informiert. Da das Chippen nicht selbst vorgenommen werden kann ist es wichtig, dass während der Kampagne am vorab angekündigten Termin die Behälter an die Straße gestellt werden.

Änderungen, Neuanmeldungen oder Abmeldungen können weiterhin online oder schriftlich dem Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises mitgeteilt werden. Die Restmülltonne erwirbt der Anschlusspflichtige weiterhin selbst. Zusätzlich muss er sie vom Abfallwirtschaftsbetrieb mit einem Transponder ausrüsten und registrieren lassen. Die Altpapierbehälter werden wie bisher zur Verfügung gestellt.

Das Identsystem ersetzt die bisherigen Müllmarken, die Kreisverwaltung und -politik nicht mehr für zeitgemäß halten und in Zeiten von digitalen Farbdruckern auch nicht mehr für sicher. Ehrliche Gebührenzahler sollen damit vielmehr belohnt werden, weil sie nicht mehr die Müllabfuhr für die mit bezahlen, die mehr Müll als angemeldet entsorgen.

Der Abfallwirtschaftsbetrieb bittet in diesem Zusammenhang alle Kunden darum, zu prüfen, ob die vorhandenen Altpapier- und Restmüllbehälter auf dem Gebührenbescheid richtig erfasst sind. Fehlen auf dem Bescheid Tonnen oder werden Tonnen nicht genutzt, sollte das dem Abfallwirtschaftsbetrieb schriftlich oder online mitgeteilt werden. Wer bereits länger überlegt, eine kleinere oder größere Tonne zu nutzen, dem empfiehlt der Abfallwirtschaftsbetrieb, diese Änderung noch vor dem Chippen der Mülltonnen vorzunehmen. Der Antrag kann unter www.lk-awr.de, per E-Mail an abfallwirtschaft@lk-row.de, per Fax unter 04261 / 9833199 oder schriftlich abgegeben werden.

Info-Stand in der Fußgängerzone

Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises informiert am Mittwoch in der Rotenburger Fußgängerzone über das Chippen der Mülltonnen. Von 9 bis 12 Uhr ist ein Stand vor Woolworth geplant. Die Mitarbeiter des Landkreises wollen mit den Bürgern ins Gespräch kommen und Flyer verteilen. Ab dem Jahr 2020 werden nur noch Restabfall- und Altpapierbehälter geleert, die über einen zugelassenen Transponder verfügen und beim Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises registriert sind.

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