Nepal-Spendensammlung der Rotenburger Rotarier erfolgreich

50.000 Euro für Erdbebenopfer

Jan Müller Scheeßel (v.l.), Thomas Lichte und Torsten Meyer planen die Rotary-Hilfsprojekte für Nepal.

Rotenburg - Genau ein Jahr war am Montag seit dem verheerenden Erdbeben in Nepal vergangen. Zufällig vor Ort war damals auch eine zehnköpfige Delegation des Rotary-Clubs Rotenburg. Noch unter dem Eindruck der Katastrophe, starteten die Mitglieder sofort nach ihrer Rückkehr in die Kreisstadt eine Spendensammlung für die Opfer. Mittlerweile ist diese abgeschlossen, 50.000 Euro sind dabei zusammen gekommen.

50.000 Euro, die die Rotarier nun verteilen wollen. Und das mit Bedacht, denn schon früh stand für sie fest, dass sie nicht voreilig reagieren wollen, erklärt Gerd Richter, der Pressesprecher des Rotary-Clubs Rotenburg. Die Spenden wollten sie damals – und heute natürlich auch – möglichst sinnvoll eingesetzt wissen und warteten deswegen die Wirren der Zeit kurz nach dem Erdbeben ab, um in beruhigter Lage die Gelder effektiv einsetzen zu können.

Die Spendengelder könnten unter anderem, wie hier etwa 80 Kilometer nordöstlich von Kathmandu, für den Wiederaufbau von Krankenhäusern verwendet werden.

Dieser Moment ist nun gekommen. „Zurzeit sitzt eine Arbeitsgruppe zusammen, um Hilfsprojekte abschließend zu planen und zu realisieren“, so Richter. Wofür die Spenden nun genau verwendet werden, stehe aber noch nicht fest. „Krankenhäuser, kleine Kliniken“ seien vorstellbar, oder auch Schulen. „Rotary sorgt dafür, dass jeder Dollar in Nepal zur Anwendung kommt“, sagt der Pressesprecher. Darum kümmern sich die Clubs in Nepal, die vor Ort Hilfsaktionen betreuen und absichern. Selbst die Reisekosten der Rotarier trage jeder selbst, betont Richter. Eine weitere wichtige Kontaktperson vor Ort sei der deutsche Rotarier Jörg Bahr, Präsident der Schülerhilfe für Nepal, der den Rotenburgern über den Stand der Aktionen berichte. Bedarf an Spenden gebe es ein Jahr nach der Katastrophe noch immer: „Die Lage ist nach wie vor schwierig, und die Menschen in Nepal haben neben der Wiederaufbauproblematik auch mit einer erheblichen Preissteigerung zu kämpfen. Langsam erst kommt das Land erdbebenmäßig zur Ruhe“, habe Bahr den Rotenburgern erzählt.

Richter und seine Clubfreunde seien begeistert ob der Spendenbereitschaft, die die Summe von 50.000 Euro ermöglicht hat. Schon früh hätten die Verantwortlichen beschlossen, dass ein großer Teil aus dem Erlös des Rotenburger Entenrennens zur Verfügung gestellt werde. Der Spendenaufruf selbst habe außerdem nicht nur bei den Rotariern Gehör gefunden, sondern auch bei vielen Nicht-Mitgliedern aus Rotenburg, Scheeßel, Sottrum oder auch Visselhövede. Es bestehe sogar noch die Chance, dass die Summe weiter wachse. Richter: „Mit etwas Glück könnte sich die Summe noch durch einen Zuschuss von Rotary International deutlich erhöhen.“ 

mro

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