4023 Menschen sind im Landkreis Rotenburg arbeitslos

„Eine sehr gute Quote“

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Der Arbeitsmarkt in der Region bleibt weiter gut in Fahrt.

Rotenburg - Von Jessica Tisemann. Die Arbeitslosenquote im Landkreis Rotenburg liegt bei 4,6 Prozent und damit um 0,1 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Das entspricht zurzeit 4023 Menschen, die arbeitslos sind. Mit 53,5 Prozent sind noch etwas mehr Männer Kunden der Agentur für Arbeit, 46,5 Prozent der Arbeitslosen sind Frauen. „Das ist trotzdem eine sehr gute Quote“, betont Oliver Lemke, Geschäftsstellenleiter der Arbeitsagentur Rotenburg, Zeven und Bremervörde. Die Veränderungen hätten einen saisonalen Hintergrund.

Außerdem gebe es ein deutliches Plus bei den Stellenangeboten zu verzeichnen. „Den Trend haben wir schon in der Vergangenheit festgestellt. Die Bereitschaft der Arbeitgeber, uns Stellen zu nennen, ist definitiv größer geworden“, so Lemke.

„Wir sind deutlich weniger von der Saison abhängig, sondern eher von den Problemlagen unserer Kunden“, so Jobcenter-Leiter Harald Glüsing. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften ist gegenüber dem Vormonat um 1,4 Prozent gesunken: Im Dezember waren noch 3653 Fälle im SGB-II-Leistungsbezug – also Hartz IV, im Januar dagegen 3601. Auch die Zahl der Hartz-IV-Bezieher ist im Januar gesunken. So gehörten im Dezember 7186 Kunden zum Bestand des Jobcenters, im Januar waren es nur noch 7109 Personen. Erstmals sind mehr als die Hälfte der Kunden arbeitslos. Nur noch sechs Prozent sind in Maßnahmen untergebracht. „Die Mittel dafür werden immer mehr gekürzt. Und wir können die Kunden nur in Maßnahmen unterbringen, wenn wir das Geld dafür haben“, macht Glüsing deutlich. Wichtig sei, dass die Kunden selbst aktiv werden bei der Jobsuche. „Der Gedanke, ich gehe zum Jobcenter und mir wird ein Job vermittelt, ist nicht mehr zeitgemäß“, betont er.

Der Anteil an Personen im SGB-II-Bezug ist in Bremervörde mit 8 Prozent, Rotenburg (9,6 Prozent) und Visselhövede (9,6 Prozent) am höchsten. Zeven folgt mit 5,6 Prozent. „Auf dem flachen Land ist das eher selten“, erklärt der Leiter des Jobcenters.

Übrigens: Die Flüchtlingszahlen machen sich sowohl beim Jobcenter als auch bei der Arbeitsagentur noch kaum bemerkbar. „Die Zuwächse bei uns sind überschaubar“, berichtet Harald Glüsing. Oliver Lemke rechnet erst im zweiten Quartal mit einer ansteigenden Zahl für die Arbeitsagentur. „Aber wir sind darauf vorbereitet“, macht er deutlich. Auch Glüsing sagt: „Wir stellen uns da strategisch in Absprache mit der Agentur für Arbeit drauf ein.“

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