3712 Männer und Frauen im Landkreis Rotenburg auf Jobsuche

Erneut weniger Arbeitslose

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Der Rotenburger Arbeitsmarkt ist keine große Baustelle.

Rotenburg - Von Guido Menker. Jeder Arbeitslose ist einer zu viel. Dennoch: Oliver Lemke, Leiter der Rotenburger Geschäftstelle der Agentur für Arbeit, sowie Harald Glüsing als Chef im Rotenburger Jobcenter haben am Dienstagmittag mit relativ zufriedenen Gesichtern die aktuellen Arbeitsmarktdaten für den Agentur-Bezirk Stade allgemein und den Landkreis Rotenburg im Speziellen vorgestellt.

Während für den gesamten Bezirk ein leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen ist, hat sich Rotenburg – gegen diesen Trend – weiter positiv entwickelt. 3712 Männer und Frauen sind demnach auf Jobsuche – also 53 weniger als im Vormonat. 1306 von ihnen beziehen Arbeitslosengeld I von der Agentur für Arbeit, 2406 Arbeitslose erhalten ihr Geld zurzeit vom Jobcenter. Die Arbeitslosenquote für den Landkreis ging im November von 4,3 auf 4,2 Prozent zurück. Während die Zahl der von der Arbeitsagentur betreuten Arbeitslosen um 80 gesunken ist, stieg die der Jobcenter-Kunden im November um 27 an.

Bei der Vorstellung der monatlichen Arbeitsmarktstatistik liefert das Jobcenter immer auch die Entwicklung im Bereich der Personen mit, die im Hartz-IV-Bezug stehen. Diese ist zuletzt um 61 auf nun 7221 gestiegen. Mit 5,5 Prozent im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung habe es das Rotenburger Jobcenter aber immer noch mit einer der niedrigsten Quoten landesweit zu tun, so Glüsing. „Nur das Emsland und Vechta stehen zurzeit noch besser da.“

Dass die Zahl der Arbeitslosen unter den Hartz-IV-Empfängern gestiegen ist, sei nicht zuletzt auch damit zu erklären, dass dem Jobcenter deutlich weniger Maßnahmen-Plätze zur Integration in den Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Das waren vor fünf Jahren immerhin noch gut 900 – inzwischen sind es noch 147. Das ist die „Quittung“ für die insgesamt äußerst positive Entwicklung in den vergangenen Jahren. Glüsing und sein Team betreuen zurzeit übrigens 3597 Bedarfsgemeinschaften – 40 mehr als im Vormonat. Die meisten Bedarfsgemeinschaften (53,1 Prozent) sind im Altkreis Rotenburg zu finden, 24 Prozent im Altkreis Zeven und 22,9 Prozent im Altkreis Bremervörde. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl leben die meisten Hartz-IV-Empfänger im Landkreis derzeit in Visselhövede (9,9 Prozent), Rotenburg (9,5 Prozent) sowie in Bremervörde (8 Prozent). Die geringste Hartz-IV-Quote kann die Samtgemeinde Sittensen aufweisen (2,4 Prozent), in Bothel liegt sie bei 2,9 Prozent. Die Hartz-IV-Quote für Kinder bis 14 Jahren liegt im Landkreis zurzeit bei 9,1 Prozent – vor einem Jahr hatte sie bei 8,6 Prozent gelegen.

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