„Nicht gelungen, die Menschen wirklich zu berühren“

2019 ohne Weihnachtszauber am Heimathaus

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Trotz zusätzlicher Angebote ist es nicht gelungen, die Rotenburger mit dem Weihnachtszauber zu berühren.

Rotenburg - Von Guido Menker. Der Weihnachtszauber am Rotenburger Heimathaus wird in diesem Jahr ausfallen. Das bestätigt die Erste Stadträtin Bernadette Nadermann auf Anfrage. „Der Weihnachtszauber war auch in diesem Jahr gut besucht, und die Aussteller waren ebenfalls zufrieden, was für eine Fortsetzung des Weihnachtszaubers gesprochen hätte. Dennoch hat sich Angelika Pütz als Organisatorin der Veranstaltung dazu entschlossen, mit dem Weihnachtszauber eine Pause einzulegen.“

Nach deren Empfinden, sei es in diesem Jahr nicht im gleichen Umfang wie in den Vorjahren gelungen, die Menschen wirklich zu berühren. Angelika Pütz als Veranstaltungsmanagerin im Heimathaus werde die Zeit nutzen, um für sich das Thema Weihnachten und Märkte / Angebote in Rotenburg ergebnisoffen mit etwas Abstand zu beleuchten, erklärt Nadermann. In einer Mail an die teilnehmenden Aussteller aus den vergangenen Jahren bringt Pütz ihr Bedauern zum Ausdruck. Die Entscheidung sei ihr nicht leicht gefallen. Die Erste Stadträtin unterstreicht, dass der neue, dreiwöchige Weihnachtsmarkt auf dem Neuen Markt nicht „ursächlich für diese Entscheidung“ sei.

Bernadette Nadermann ist auch nicht der Auffassung, dass Rotenburg inzwischen zu viele Weihnachtsbasare oder -märkte hat. Neben dem Weihnachtszauber am Heimathaus gab es den Weihnachtsmarkt auf dem Neuen Markt, den dreitägigen Winterzauber am Landhaus Wachtelhof sowie den Nikolausmarkt an der Großen Straße. Derartige Angebote entwickelten sich, wenn Veranstalter eine Nachfrage dafür sehen. Bleibt diese Nachfrage dauerhaft erhalten und sind die Veranstalter mit dem Ergebnis der Veranstaltung zufrieden, verstetige sich das Angebot. Nadermann: „Zeitgeist und Kundenbedürfnisse sind jedoch einem ständigen Wandel unterworfen und wirken sich auf Veranstaltungen aus. In der Folge verändern sich Veranstaltungen, sie pausieren oder verschwinden auch wieder. Alles hat seine Zeit.“ Angelika Pütz habe bereits Ende Dezember darüber informiert, dass sie in diesem Jahr keinen Weihnachtszauber organisieren wird.

Der Weihnachtszauber im Heimathaus macht Pause.

In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, wie die Erste Stadträtin die Entwicklung des Heimathauses in den vergangenen Jahren bewert. Die Einschätzung, wonach die Zahl der öffentlichen Veranstaltungen zurückgegangen sei, teile sie nicht: „Frau Pütz hat als Veranstaltungsmanagerin in den letzten Jahren hervorragende Arbeit geleistet und die Attraktivität des Heimathauses kontinuierlich gesteigert.“ Neben öffentlichen Veranstaltungen – bislang seien für 2019 acht öffentliche Veranstaltungen der Kulturinitiative Rotenburg (Kir), zwei Konzerte des Jazzclubs, die Kinomatinee, Bildervorträge, Naturerlebnismarkt im Mai und einiges mehr geplant – fänden dort viele nichtöffentliche Veranstaltungen statt. Nadermann nennt als Beispiele rund 40 Trauungen, Vereinsveranstaltungen und private Feiern. Einmal im Monat präsentiere das Magazin-Team zudem das offene Heimathaus und öffnet damit die Sammlung historischer Güter für Interessierte. Nadermann: „Ich finde, diese Bilanz kann sich sehen lassen.“ Vor diesem Hintergrund richtet sie auch weiterhin den Blick positiv gestimmt nach vorne: „Selbstverständlich gibt es Ideen für das Heimathaus. Sie dürfen gespannt sein.“

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