1700 Kilometer liegen vorm Hilfskonvoi nach Gomel / Bundeswehr unterstützt Aktion vom Kirchenkreis Rotenburg

Rund 20 Tonnen Hilfsgüter gehen nach Weißrussland

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Barbara Koll und Holger Röttger mit den Soldaten von der 3. Kompanie des Versorgungsbataillon 141 in der Lent-Kaserne beladen den 40-Tonnen-Auflieger für Belarus.

Rotenburg - Auch in diesem Jahr führt der Kirchenkreis Rotenburg wieder einen Hilfskonvoi nach Weißrussland (Region Gomel) durch. Insgesamt 2012 Pakete mit einem Gewicht 19,7 Tonnen und einem Wert von rund 43000 Euro, sind gestern von Holger Röttger und Barbara Koll mit Unterstützung von Soldaten der 3. Kompanie des im Juni neu aufgestellten Versorgungsbataillons 141 auf die beiden Fahrzeuge verladen worden.

Oberstabsgefreiter Timo Böse und die Stabsunteroffiziere Robert Ledwig sowie Roman Fladung werden die beiden ehrenamtlichen Fahrer des Kirchenkreises, Uwe Scharinghausen und Jürgen Schulze, begleiten. „Wir freuen uns, dass auch die neuen Hausherren der Kaserne, das Jägerbataillon 91, unsere seit vielen Jahren laufende Hilfsaktion für Belarus weiter so tatkräftig unterstützen“, so Koll mit Blick auf die Kooperation der Soldaten mit dem Kirchenkreis.

„Die Hilfsgüter, die bis gestern in einer großen Halle der Rotenburger Kaserne lagerten, sind in den Kirchengemeinden und von den Gasteltern der Kinderferien aus den Kirchenkreisen Diepholz, Lehrte, Neustadt am Rübenberge, Leine-Solling, Hittfeld, Stadte, Hildesheim Osnabrück sowie vom Kinderhilfswerk aus Issum (Niederrhein) gesammelt worden“, so Röttger. In den Paketen befindet sich Kleidung für Erwachsene und Kinder, Bettwäsche, Decken, Plüschtiere, Büromaterial und Lebensmittel. Außerdem werden Rollstühle, Gehhilfen, Kinderwagen Fahrräder und Werkzeuge mit nach Gomel transportiert. Die Stadt liegt im Südosten des Landes, nur 130 Kilometer vom ehemaligen Atomkraftwerk Tschernobyl entfernt. Bei einem Super-Gau 1986 ist unter anderem besonders diese Region stark radioaktiv verstrahlt worden. „Die Hilfsgüter gehen an Kindergärten, Schulen sowie bedürftige Privatpersonen“, weiß Koll.

Die Ladung wird in Balerus für vier Wochen unter Zollverschluss eingelagert. Am 5. November fährt ein zweites Team aus Rotenburg dorthin und wird vor Ort die Verteilung der Pakete übernehmen.

go

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