Tage im alten Bahnhof gezählt / Streit mit neuem Nachbar ist beigelegt

Rettungswache ab März an der Nindorfer Straße

Die Halle wird dem Neubau weichen. ·
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Die Halle wird dem Neubau weichen. ·

Visselhoevede - VISSELHÖVEDE · Die Tage der Rettungswache im ehemaligen Visselhöveder Bahnhof sind gezählt. „Der Umzug ist für Ende Februar 2012 geplant“, sagt Silke Hinze, Leiterin des Rettungsdienstes im Landkreis Rotenburg. Ab März ist die Wache dann einsatzbereit.

Bekanntlich muss die Wache aufgrund von Umstrukturierungsmaßnahmen auf Landkreisebene weiter gen Norden umsiedeln. Zwar sind es für den Bereich Visselhövede nur wenige hundert Meter, aber Ende Februar wird der Rettungswagen dann an der Nindorfer Straße stationiert.

Der Landkreis als Träger des Rettungswesens hatte das Gebäude mit den Lagerhallen, in dem früher eine Großhandlung für Baubedarf untergebracht war, bereits im vergangenen Jahr gekauft. Zunächst war angedacht, das ehemalige Wohnhaus zur Rettungswache umzubauen und die Lagerhallen an Gewerbetreibende zu vermieten.

Das scheiterte aber offenbar am Veto eines direkten Nachbarn. Uwe Holsten, der an der Friedrich-Ebert-Straße gleich um die Ecke wohnt, sah „es nämlich gar nicht ein“, dass sich in dem Wohngebiet möglicherweise ein Betrieb mit Lärmemmissionen ansiedelt. „Gegen die Rettungswache als solche habe ich natürlich nichts, denn jeder Mensch braucht vielleicht mal Hilfe“, so Holsten, der sich aber dennoch einen Anwalt nahm. Dessen Gespräche mit dem Landkreis waren offenbar von Erfolg gekrönt, denn jetzt soll das ehemalige Wohnhaus verkauft und die Lagerhalle abgerissen werden. „Dort wird ein Neubau entstehen“, bestätigt Silke Hinze. Geplant sind eine Garage für den Rettungswagen, eine sogenannte Desinfektionsschleuse sowie Sozialräume und eine Küche für die Sanitäter. In den politischen Gremien wurden die Baukosten bereits vor Monaten auf knapp 400 000 Euro geschätzt.

„Muss das aber sein?“, fragt sich Nachbar Uwe Holsten und spricht von „Verschleuderung von Steuergeldern für ein paar Meter“. Auf sein entsprechendes Schreiben an das Rechnungsprüfungsamt bekam er „nur die ausweichende Antwort“, dass für den Neubau keine Steuergelder genutzt würden, sondern der Bau durch Krankenkassenbeiträge gedeckt werde. „Aber wer zahlt die denn?“, fragt sich nicht nur Uwe Holsten. · jw

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