Bewohner in Buchholz fürchten um die Zukunft ihres Dorfes

Protest gegen „Megastall“

Kreiszeitung Syke
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Visselhoevede - BUCHHOLZ · Die Wut geht um in Buchholz. Denn die Dorfbewohner wehren sich gegen den Bau eines Rinderaufzuchtstalles für 1 200 Tieren im Ort. Zur ersten Protestaktion kamen die Bürger vor dem Feuerwehrgerätehaus zusammen und malten Plakate an, auf denen sie ihrer Meinung Ausdruck verliehen: „Kein Megastall“ ist nun auf einem Schild an der Durchgangsstraße zwischen Visselhövede und Brockel zu lesen.

Der zweite Vorsitzende des Buchholzer Dorfvereins, Norbert Foth, bringt seinen Ärger auch in einem Schreiben an unsere Zeitung zum Ausdruck. Er habe sich dazu entschlossen, dem Dorfverein beizutreten, um sich für den Erhalt und die Pflege der dörflichen Struktur, Kultur und Tradition zu engagieren. „Leider stehe ich heute dem Ganzen ziemlich ohnmächtig gegenüber“, klagt Foth, der betont, dass er nicht im Namen des Dorfvereins spricht. Der Bau der „Riesenstallanlage“ werde schon heute die dörfliche Struktur zerstören. Erschwerend hinzu komme, dass die Stallanlage jederzeit erweiterbar sei, und dieses vom Betreiber auch angedacht sei. „Wie viele Tiere stehen hier in fünf Jahren? Unsere Dorfidylle gerät ins Wanken. Gibt es keine Hilfe für Buchholz?“, fragt er.

Dabei habe die Stadt bei der Beratung über einen Bebauungsplan für Buchholz vor einigen Jahren ausdrücklich festgelegt, dass nur Buchholzer in den ausgewiesenen Flächen bauen dürften, um die dörfliche Struktur zu erhalten. „Eine Ausgrenzung ‚Ortsfremder‘ fand also schon vor einigen Jahren auf höherer Ebene statt, und nicht erst auf der letzten Dorfversammlung, wo unsere Bürgermeisterin diese Wortwahl sehr irritierend fand“, so Foth. „Warum kann die Stadt Visselhövede die Bebauung von 500 bis 1000 Quadratmeter Bauland zum Schutze des Dorfes einschränken, gegen das geplante Großprojekt jedoch überhaupt nichts tun?“ Noch nicht einmal Bedenken könne man dem Bauantrag als Stellungnahme hinzufügen. Hierfür seien Fakten notwendig. Foth: „Fakt ist, Buchholz und seine dörfliche Struktur ist schützens- und erhaltenswert. Fakt ist, diese Struktur wird, spätestens mit der Genehmigung des Bauantrages, komplett zerstört! Gibt es wirklich keine Hilfe für Buchholz?“

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