Kaserne: Strehse-Idee eines Ausbildungs- und Trainingszentrums für Gangpferde

Projekt in Planung, das „Frauen glücklich macht“

Visselhoevede - Von Jens WietersVISSELHÖVEDE · Viele Visselhöveder machen sich bereits Gedanken, wie man die Kaserne nach dem Abzug der Soldaten sinnvoll nutzen könnte. Die neueste Idee stammt von Bürgermeisterin Franka Strehse: Eine Art Ausbildungs- undTrainingszentrums für sogenannte große Gangpferde mit Freizeitmöglichkeiten für die Reiter, das es in dieser Form deutschlandweit bisher noch nicht geben soll.

Strehler will allerdings keine Aussage zu ihrem Konzept machen, weil „Stillschweigen“ bis zum 19. Januar vereinbart worden sei, aber am Donnerstag hat sie nach Recherchen dieser Zeitung in Lokalpolitikerkreisen bereits den Landrat Hermann Luttmann, die Landtagsabgeordneten Mechthild Ross-Luttmann, Ralf Borngräber sowie den Bundespolitiker Reinhard Grindel und Mitglieder des Stadtrats über ihre Ideen informiert. Bereits am Montag wurden Lars Klingbeil (MdB) und Jan-Christoph Oetjen (MdL) unterrichtet.

Und jetzt sickerte durch, dass die Vorstellung des Konzepts bei den meisten Politikern viel Aufmerksamkeit erregt habe, und man zu dem Schluss gekommen sei, die Pläne weiter zu verfolgen.

Angeblich hat Strehse ein 25 Seiten starkes Papier vorgelegt, in dem auch die Wirtschaftlichkeit und vor allem die Einmaligkeit ihres Projekts dargestellt wird.

Ohne konkret zu werden, bestätigte die Sozialdemokratin gestern auf Nachfrage unserer Zeitung, dass sie etwas „plant, was Frauen glücklich macht“. Das klinge zunächst etwas absurd, aber wenn man sich Statistiken anschauen würde, fehle es im Landkreis Rotenburg ganz einfach an Frauen.

Ihr Konzept sei auch nach allen Seiten offen, was den Flächenverbrauch angehe. So könnte man das gesamte Kasernengelände nutzen, aber auch nur Teilbereiche. „Auf jeden Fall wird es ein leises Gewerbe, was ich dem Stadtrat sowieso zur Nachnutzung auf der Fläche empfehlen werde“, so Strehse, selbst begeisterte Reiterin von Isländern, eine weit verbreitete Gangpferderasse.

Dass ihre Idee vielleicht von einigen Bürgern naserümpfend aufgenommen wird, weiß sie. „Aber wir brauchen viele Ideen und ich rufe auch alle Visselhöveder auf, sich Gedanken zu machen, was mit der Kaserne geschehen soll. Wenn wir dann tatsächlich mehr machbare Projekte haben als Platz vorhanden ist, dann haben wir ein echtes Luxusproblem und brauchen ein weiteres Gewerbegebiet.“

Während eines Informationsabends zum Thema Stadtumbau West am Donnerstag, 19. Januar, ab 19 Uhr im Rathaus will Strehse unter anderem ihr Projekt der Öffentlichkeit vorstellen.

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