Sportausschuss gegen Flutlichtanlage auf Ahe-Sportplatz / Geld für Sicherheit

Platz zwei bleibt dunkel

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Paul Metternich vom RSV (l.) und Sportausschussvorsitzender Heinz-Günter Bargfrede sind sich einig: Auf Platz zwei des Ahe-Sportplatzes muss schnell etwas passieren. ·

Rotenburg - Von Alena StaffhorstNeue Stehplätze, „Käfige“ für die auswärtigen Fans und eine Flutlichtanlage – Paul Metternich vom RSV hat einiges vor auf Platz zwei des Ahe-Sportplatzes. Ob das eine rosige Zukunftsphantasie bleibt oder tatsächlich Realität wird, wurde im Sportausschuss heiß diskutiert. Das Ergebnis: ein Kompromiss.

„Wir haben es lange aufgeschoben, aber jetzt muss etwas passieren. Hier gibt es ein echtes Sicherheitsproblem und wir stehen mit einem Bein im Gefängnis“, betonte Paul Metternich bei einer gemeinsamen Begehung des Platzes.

Oberste Priorität habe der Zaun auf der Südseite des Platzes, vor dem ein Graben ist. „Als Trinidad und Tobago hier bei der WM 2006 trainiert haben, da sind regelmäßig Erwachsene und Kinder in den Graben gefallen“, sagt Metternich. „Ich bin froh, dass nun sogar der Bauhof schon den Finger erhoben hat.“

Sein Vorschlag ist jedoch nicht, einfach den Zaun zu erneuern, sondern die Gelegenheit für ein größeres Projekt zu nutzen: betonierte Stehplätze auf der Südseite, ein abgetrennter Bereich für die gegnerischen Fans und einen Zaun, der auf einem Betonsockel steht. Kosten: etwa 100 000 Euro.

„Auch in der Oberliga müssen wir bestimmte Sicherheitsvorgaben erfüllen. Dazu gehören auch die ‚Käfige‘ für die Gegner. Sonst kann es sein, dass Risiko- oder Länderspiele hier nicht mehr stattfinden dürfen.“ Der Verein sei bislang immer mit einem blauen Auge davon gekommen, doch die Gewaltbereitschaft der Fans nehme zu. Davon seien immer mehr die unteren Ligen betroffen.

Im nächsten Atemzug erwähnte Metternich eine Flutlichtanlage für 60 000 Euro. „Sie ist für uns überlebenswichtig. Momentan können wir nur mittags spielen, wenn auch die Bundesliga läuft. Da bleibt ein Teil natürlich lieber vorm Fernseher sitzen.“

Im Ausschuss gab es Bedenken: „Die Investitionen im Sport sind durch die geplante Turnhalle schon sehr hoch“, betonte Thomas Lauber (Grüne). „Ich bin mir nicht sicher, ob die Maßnahmen nötig sind.“

Die Mehrheit sprach sich dafür aus, die Flutlichtanlage hinten anzustellen. „Damit können wir auch noch ein Jahr warten“, betonte Lauber. Den 100 000 Euro stimmte der Ausschuss zu. Die Sicherheitsmängel müssen behoben werden, wie genau die Maßnahmen jedoch aussehen sollen, ob es wirklich „Käfige“ geben wird, ließ der Ausschuss offen. „Erstmal geht es nur um eine Summe, was genau passiert, wird später entschieden“, sagte Ausschussvorsitzender Heinz-Günter Bargfrede. In Bezug auf die Flutlichtanlage kündigt er an: „Da werden wir von der CDU sicherlich noch einen Antrag einreichen.“

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