Der Ahauser Bach bekommt an mehreren Stellen neue Kieslaichbetten

Ein Paradies für das Bachneunauge

Die Renaturierunsgmaßnahme zieht sich fast den gesamten Ahauser Bach entlang. ·
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Die Renaturierunsgmaßnahme zieht sich fast den gesamten Ahauser Bach entlang.

Ahausen - Mit Kieslaichbetten versehen wurde kürzlich der Ahauser Bach (Aue). Gut zu sehen vor allem im Ortsbereich, wie beispielsweise an der Brücke der Kreisstraße. Helfen soll diese Aktion unter anderem dem Bachneunauge, damit es sich es heimisch fühlt und vermehrt.

Auf die Idee sei der Verein „Angelfreunde Ahausen“ schon vor einigen Jahren gekommen, erinnert sich Werner Kochta vom Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz in Verden. Damals hatte der Verein sich an den Unterhaltungsverband Obere und Mittlere Wümme gewandt. So kam der Stein ins Rollen und ziert jetzt in vielfacher Form die Uferrandstreifen.

Kochta berichtet weiter: „Daraus wurde dann eine größere Renaturierungsmaßnahme.“ Sie zieht sich fast den gesamten Ahauser Bach entlang, beginnend beim Eversener Graben, teilt der Unterhaltungsverband mit. Zwei der Kiesbänke befinden sich in unmittelbarer Ortslage von Ahausen, drei oder vier außerhalb. Eine Steinschüttung fällt an der Brücke über die Kreisstraße 217 Richtung Unterstedt. Fünf bis sieben Meter lang sind die jeweils angelegten Kiesstreifen, die mit unterschiedlich großen Steinen angelegt sind. „Hydraulisch wurde das alles so berechnet, dass es keine Veränderung am Wasserstand gibt“, betont Kochta. Darauf hätten sich alle Beteiligten einvernehmlich geeinigt. Dafür wurde dort, wo jetzt die Kieslaichbetten liegen, der Sand entnommen und durch die Steinschüttung ersetzt. Die angelegten Kiesbereiche kosten voraussichtlich um die 25 000 Euro. Da das Projekt noch nicht abgerechnet ist, ist den Verantwortlichen die genaue Höhe der Summe noch nicht bekannt.

90 Prozent der Kosten werden vom Land über den EU-Fördertopf „ELER“ (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums) getragen. Zehn Prozent stammen laut Kochta von der Stiftung Naturschutz des Landkreises.

Ein „richtiges“ Kieslaichbett, in die Sohle eingebracht, befindet sich in Höhe der Bundesstraße 215. Dort war dies möglich, weil es sich mit dem Wasserstand anders verhält. „Die Fließgeschwindigkeit wurde damit verringert und der Wasserstand angehoben“, sagt Kochta. Dieses Vorhaben soll vor allem den für diesen Naturraum typischen Erlenbrüchen helfen. Denn dort hatte der Ahauser Bach durch eine langjährige höherer Fließgeschwindigkeit einen zu tiefen Einschnitt in den Boden verursacht. Weiter oberhalb wurden Sandfänge in den Ahauser Bach eingebracht, damit die Kiesschüttungen nicht versanden.

Ein anderes, schon länger abgeschlossenes Vorhaben im Rahmen der Renaturierung des Ahauser Baches ist die Verlegung der Sommerwallung mit Retentionsflächen am Waffensener Weg.

Mit der fortgesetzten Renaturierung des Ahauser Bachses wurde ein weiterer „kleiner Mosaikstein“ (Kochta) in Sachen Fließgewässerschutz und -renaturierung realisiert. · bd

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