Tag des Offenen Hofes bei Familie Junck aus Borchel

Kühe und Kälber hautnah

Heiner und Ivonne öffnen beim Tag des offenen Hofes ihre Türen.
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Heiner und Ivonne öffnen beim Tag des offenen Hofes ihre Türen.

Borchel - Bald ist es soweit: Der Tag des offenen Hofes am 15. Juni steht an. Auch Heiner und Ivonne Junck aus Borchel öffnen an diesem Tag von 10 bis 17 Uhr ihre Hoftüren. Im Interview erzählen sie, was die Besucher auf ihrem Hof erwartet.

Wieso nehmen Sie am Tag des offenen Hofes teil?

Heiner Junck: Wir finden diese Art der Öffentlichkeitsarbeit ganz wichtig, um die Menschen aufzuklären. Man muss die Menschen für unsere Arbeit sensibilisieren. Wir wollen ihnen die Realität zeigen und wie wir mit der Landwirtschaft verwachsen sind. Denn es gibt manchmal noch zu viel negatives Gerede.

Was erwartet die Besucher auf Ihrem Hof?

Junck: Wir haben hier bereits viel investiert. Wir leben derzeit mit unseren fünf Kindern und drei Generationen unter einem Dach. Wir bewirtschaften 30 Hektar Acker- und 140 Hektar Grünland. Unsere Weide beginnt gleich hinter dem Stall, so dass wir die Kühe einfach rauslassen können. Zum Melken kommen sie freiwillig in den Stall. Nur die rund 50 Mastbullen bleiben ganzjährig im Stall. Die Kälber werden auf Stroh gehalten und mit Milch gefüttert. In den drei Boxenlaufställen stehen derzeit etwa 400 Rinder.

Das klingt nach einer Menge Arbeit. Wie schaffen Sie das?

Junck: Landwirtschaft heute ist ganz anders, die Anforderungen sind höher und mit vielen Auflagen verbunden. Die Melkroboter sind natürlich toll. Sie nehmen uns Arbeit ab. Die Kühe kommen drei- bis viermal am Tag und lassen sich ohne Stress melken. Durch ein elektronisches Halsband wird abgelesen, welche Kuh es ist. Ein Computer zeichnet auf, wie viel Milch sie gibt, wie lange gemolken wird und so weiter. Wenn die Milch nicht in Ordnung ist, wird sie sofort aussortiert. So läuft einiges von selbst, aber die Betreuung, die Verbindung zu den Tieren, die Kontrolle und vieles andere bleiben. Jede Kuh hat einen Namen. Das mag altmodisch sein, aber ich mag die Tiere eben sehr.

Und dann kommt da auch noch Ferien auf dem Bauernhof hinzu...

Junck: Wir haben das Haus unserer verstorbenen Großeltern zu einem Ferienhaus mit bis zu acht Betten ausgebaut. 2007 haben wir es in Betrieb genommen. DasMelkhus haben wir 2008 in Betrieb genommen. Es entstand daraus, dass sich mehrmals Radfahrer, die unterwegs waren, in unserem Garten niederließen. Wir fragten sie, was sie sich wünschten. „Kaffee und ein Stück Kuchen“ war die Antwort – und dann fragten sie nach einer Hofbesichtigung. So entwickelte es sich.

Was haben Sie für die Besucher beim Tag des offenen Hofes geplant?

Junck: Wir zeigen eine Landmaschinenausstellung „Damals trifft heute“. Für die Kinder sind zwei Hüpfburgen, ein Tret-Trecker-Rennen und Ballspiele geplant. Außerdem gibt es ein Quiz und ein Café.hr

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