Polizeikommissar Thomas Teuber gibt Landfrauen Tipps aus der Praxis

Öfter den Briefkasten leeren

Polizeihauptkommissar Thomas Teuber stellte bei den Landfrauen Möglichkeiten zur Einbruchvereitelung vor. ·
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Polizeihauptkommissar Thomas Teuber stellte bei den Landfrauen Möglichkeiten zur Einbruchvereitelung vor. ·

Sottrum - Bei einem Einbruch in ein Wohnhaus wird zwar der materielle Schaden von der Versicherung, wenn diese richtig abgeschlossen wurde, übernommen, doch manches ist unersetzbar: Wenn beispielsweise Erinnerungsstücke gestohlen werden.

Um es gar nicht so weit kommen zu lassen, gab Polizeihauptkommissar Thomas Teuber bei den Landfrauen Bötersen Tipps aus der Praxis.

„Vor mechanischen und elektronischen Sicherung steht das eigene Verhalten“, betonte der Beauftragte für Kriminalprävention im gut besuchten Saal des Reeßumer Gasthauses Seeger. So sollte bei einer längeren Abwesenheit das Haus nicht verlassen aussehen. Dafür kann ein Auto auf der Einfahrt genauso sorgen wie der regelmäßig geleerte Briefkasten. „Einfach alles, was dazu beiträgt, dass ein Gelegenheitstäter das Objekt nicht für sich erkennt“, sagte Thomas Teuber. Anders als oft angenommen finden die meisten Einbrüche spontan und ohne lange Planung statt. „Auch eine gute Nachbarschaft, die miteinander redet und aufeinander aufpasst, kann helfen“, so der 51-Jährige während seines Vortrages.

„Auf dem Dorf ist die Welt meist noch in Ordnung.“ Bei einem Verdacht sollte die Polizei angerufen werden. Ein weiterer Vorteil dieser effektiven Sicherungsmaßnahmen: Sie lassen sich umsetzten, ohne dass ein Cent ausgegeben werden muss. Genauso wichtig ist aber ein Mindeststandard bei der mechanischen Sicherung von Fenstern und Türen. „Leider liegt dabei viel im Argen, denn oft ist Wärmedämmung wichtiger als einbruchhemmende Elemente“, bedauert Thomas Teuber, der sich wünscht, dass sich die Bauherren in diesen Fällen von Handwerkern beraten lassen. Eine bezahlbare Ergänzung zu mechanischen Sicherungen können kleine Einbruchmeldeanlagen sein. Gegenüber den Anfangsjahren sind inzwischen bei den Anlagen die technischen Mängel so gut wie ausgemerzt.

Schlaflose Nächte brauchen die Bürger aus dem Raum Rotenburg/Zeven jedoch nicht zu haben. „Anfang der 90er Jahre gab es noch die dreifache Anzahl an Wohnungseinbrüchen, im Durchschnitt sind es derzeit rund 300 solcher Straftaten im Landkreis pro Jahr“, sagte Thomas Teuber. Nur im Randgebiet zu Hamburg sei die Anzahl der Einbrüche stark gestiegen, so der Rotenburger Polizeibeamte. · ho

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